Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in einer Familie – nach Jahren des Rückgangs hat sich dieser Wert stabilisiert. Das geht aus ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Demnach verändert sich die Struktur der Lebensformen weiterhin deutlich im Vergleich zu den 1990er-Jahren.
Familienanteil bleibt stabil bei 49 Prozent
Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland – genau 49 Prozent – lebt aktuell in einer Familie, also als Elternteil oder Kind im gemeinsamen Haushalt. Das zeigen die Erstergebnisse des Mikrozensus 2025, die das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht hat. Damit liegt der Wert nahe an dem von 2015, als 48 Prozent der Menschen in einer Familie lebten. Nach einem langjährigen Rückgang scheint sich der Anteil seit Mitte der 2010er-Jahre auf diesem Niveau eingependelt zu haben.
Im längerfristigen Vergleich zeigt sich jedoch ein deutlicher Wandel: 1996 lebten noch 57 Prozent der Bevölkerung in einer Familie. Der Rückgang um acht Prozentpunkte innerhalb von knapp drei Jahrzehnten verdeutlicht, wie stark sich Lebensformen in Deutschland verändert haben.
Immer mehr Menschen leben allein
Parallel zum Rückgang des Familienanteils ist der Anteil der Alleinstehenden gestiegen. Lebten 1996 noch 17 Prozent der Bevölkerung ohne Partner und ohne Kinder im eigenen Haushalt, waren es 2025 bereits 23 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt einen langfristigen gesellschaftlichen Trend wider, der unter anderem mit steigenden Scheidungsraten, späterer Familiengründung und einer wachsenden Zahl älterer, allein lebender Menschen in Verbindung gebracht wird.
Paare ohne Kinder legen leicht zu
Auch der Anteil der Menschen, die in einer Partnerschaft ohne im Haushalt lebende Kinder wohnen, hat zugenommen – wenn auch weniger stark als bei den Alleinstehenden. 1996 lag dieser Wert bei 26 Prozent, 2025 bei 28 Prozent. Die Zahlen aus dem Mikrozensus 2025 machen deutlich, dass sich die Lebensformen in Deutschland seit den 1990er-Jahren zunehmend diversifizieren. Während die klassische Familie mit Kindern nach wie vor die größte Gruppe in der Statistik bildet, gewinnen andere Wohn- und Lebensformen kontinuierlich an Bedeutung.

