Die Polizeiinspektion Leer/Emden meldet mehrere Vorfälle aus den vergangenen Tagen: Betrüger gaben sich als Polizeibeamte und Pflegedienstmitarbeiter aus, um an Geld und Wertgegenstände von Senioren zu gelangen. Zudem kam es zu einem Dieseldiebstahl, einer Verkehrsflucht und einer Fahrt unter Drogeneinfluss.
Betrugsversuche mit falschen Amtspersonen
In Emden meldeten sich zwischen dem 17. und 19. September unbekannte Täter per WhatsApp bei einer 85-jährigen Frau und gaben sich als Bundespolizisten aus. Sie fragten gezielt nach der finanziellen Situation der Seniorin und nach Wertgegenständen in ihrer Wohnung. Die Familie der Frau erkannte den Betrugsversuch rechtzeitig und informierte die Polizei. Ein finanzieller Schaden entstand nicht.
Die Polizei betont, dass echte Beamte niemals über WhatsApp nach Vermögensverhältnissen fragen. Bürgerinnen und Bürger sollten keine persönlichen Informationen an unbekannte Personen weitergeben und im Zweifel selbst die örtliche Polizei kontaktieren.
Nur wenige Tage später, am 21. September, klingelte ein Mann in der Emder Kolbergstraße bei einer Seniorin und gab sich als Pflegedienstmitarbeiter aus. Unter dem Vorwand einer jährlichen Kontrolle verschaffte er sich Zutritt zur Wohnung. Als die Frau erwähnte, dass ihre Kinder zu Besuch kommen würden, verließ der Mann die Wohnung abrupt – nicht ohne zuvor Gegenstände im Wert eines niedrigen dreistelligen Betrags zu stehlen.
Die Polizei rät älteren Menschen, bei unangekündigtem Besuch grundsätzlich vorsichtig zu sein, Identitäten von angeblichen Pflegekräften zu überprüfen und im Zweifel die jeweilige Einrichtung direkt zu kontaktieren.
Dieseldiebstahl und Verkehrsdelikte
In Rhauderfehn beschädigten Unbekannte in der Nacht zum 21. September den Tankdeckel eines Lkw in der Schlosserstraße und entwendeten eine bislang unbekannte Menge Diesel. Die Täter flüchteten anschließend mit einem Kombi. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Tathergang machen können.
Am selben Tag stoppten Beamte in der Leeraner Nessestraße eine 33-jährige VW-Fahrerin, die gemeinsam mit ihrem Kind ohne Anschnallgurt unterwegs war. Bei der Kontrolle stellte sich zudem heraus, dass die Frau unter dem Einfluss von Kokain und Amphetamin stand. Es wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt wurde ihr untersagt. Ein Ermittlungsverfahren läuft.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Bereits am 11. September versuchten Polizeibeamte in der Emder Petkumer Straße, einen auffällig fahrenden Mofa-Fahrer zu kontrollieren. Der Mann beschleunigte jedoch stark und flüchtete über Fuß- und Radwege in Richtung Innenstadt. Die Polizei Emden sucht nun Zeugen, die durch das riskante Fahrverhalten gefährdet wurden oder den Vorfall beobachtet haben.
Die Polizeiinspektion Leer/Emden bittet in allen genannten Fällen um Hinweise unter den bekannten Dienststellen-Rufnummern.

