Am Sonntag, 27. September, 17 Uhr, tritt der italienische Pianist Francesco Navelli in der Musikschule des Emslandes in Lingen auf. Unter dem Titel „Zwei Welten, zwei Präludien“ spielt er das komplette erste Buch der Préludes von Claude Debussy sowie die Préludes op. 23 von Sergej Rachmaninow. Der Eintritt kostet 30 Euro, bis 18 Jahre ist er frei. Reservierungen nimmt der Veranstalter unter 0151 125 855 27 oder per Mail an [email protected] entgegen, Karten gibt es auch online über www.weltklassik.de.
Zwei Gegenpole der musikalischen Moderne
Debussys erstes Buch der Préludes von 1910 löst die klassische Tonart zugunsten flüchtiger Klangbilder auf, von Windböen bis zu versunkenen Legenden. Rachmaninows Préludes op. 23 stehen dem als spätromantisches Gegenstück gegenüber: virtuos, von russischer Melancholie geprägt und klanglich auf das ganze Orchester des Klaviers angelegt. Der Abend stellt beide Werke einander gegenüber und zeigt zwei sehr unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie sich Musik um 1900 neu erfinden lässt.
Vom Wettbewerbserfolg zum Masterstudium in Köln
Francesco Navelli, geboren 2003, wurde mit 13 Jahren an der Accademia Pianistica in Imola in die Klasse von Leonid Margarius aufgenommen und setzte seine Ausbildung an der Accademia di Santa Cecilia bei Benedetto Lupo fort. Gefördert von der Lieven-Stiftung in Wien, beginnt er im Oktober 2026 sein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Gesa Lücker. Mit 16 Jahren gewann er den Wettbewerb „Città di Cantù“, zudem erhielt er Stipendien des Rotary Clubs und der Accademia Chigiana. Er trat unter anderem im Wiener Musikverein und im Teatro San Carlo in Neapel auf sowie in Kairo, Istanbul und Tallinn, und spielte 2026 in Florida Gershwins Rhapsody in Blue.
„Ein Pianist, der eine lobenswerte Kaltblütigkeit, Selbstkontrolle und Sensibilität beweist, mit einer beispielhaften Fähigkeit, im richtigen Moment zu entflammen, und einer beneidenswerten Pflege der musikalischen Spannung“, urteilte die italienische Musikzeitschrift L’Ape Musicale über sein Spiel.

