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Solarmodule auf einem Hausdach unter blauem Himmel

EEG 2027: Was sich für neue Solaranlagen auf dem Dach ändern soll

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Wer sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach setzen will, sollte die Beratungen im Bundestag im Blick behalten. Am Donnerstagabend, 24. September, berät das Parlament in erster Lesung über die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das „EEG 2027“. Der Regierungsentwurf sieht für neue kleine Solaranlagen einschneidende Änderungen vor. Beschlossen ist noch nichts: Die Ausschüsse, Bundestag und Bundesrat müssen noch entscheiden, außerdem braucht die Förderung eine Genehmigung der EU-Kommission.

Einspeisevergütung soll für Neuanlagen auslaufen

Kern der Reform: Für neue Anlagen unter 25 Kilowatt soll es die feste Einspeisevergütung nur noch in einer Übergangszeit geben. Danach werden sie nur noch gefördert, wenn der Strom direkt vermarktet wird, also über einen Dienstleister an der Strombörse verkauft wird. Anlagen, die bereits laufen, sind nach bisherigem Stand nicht betroffen und behalten ihre Vergütung.

Einspeisung auf die Hälfte begrenzt

Umstritten ist vor allem eine zweite Regel: Neue Anlagen bis 100 Kilowatt Spitzenleistung sollen pauschal höchstens 50 Prozent ihrer Leistung ins Netz einspeisen dürfen, unabhängig davon, wie der Strom verkauft wird und ob ein intelligenter Stromzähler verbaut ist. Wer mittags viel Strom erzeugt, müsste den Überschuss also selbst verbrauchen, speichern oder die Anlage abregeln. Außerdem soll die Pflicht zum Einbau eines Smart Meters künftig schon für Anlagen ab 2 Kilowatt gelten, bisher liegt die Schwelle bei 7 Kilowatt.

Kritik von der Energiewirtschaft

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) trägt die Grundrichtung mit. Dass kleine Dachanlagen künftig in die Direktvermarktung sollen, hält der Verband für richtig, fordert dafür aber die Marktprämie auch für Anlagen unter 25 Kilowatt. Die 50-Prozent-Grenze lehnt BDEW-Chefin Kerstin Andreae dagegen „ausdrücklich ab“: Sie bremse Speicher, Energiemanagement und bidirektionales Laden aus. Auch die Smart-Meter-Pflicht ab 2 Kilowatt würde den Rollout aus Sicht des Verbands verteuern.

Widerstand gibt es auch in der Koalition. Bundesumweltminister Carsten Schneider und die SPD-Energiepolitikerin Nina Scheer haben sich wiederholt gegen die geplanten Einschnitte ausgesprochen.

Auch Windkraft betroffen

Für eine Region mit vielen Windparks wie Emsland, Grafschaft Bentheim und Münsterland ist ein weiterer Punkt interessant: Diskutiert wird ein Deckel für die Pachten, die Betreiber an Grundeigentümer für Windflächen zahlen. Der BDEW hält das für überflüssig, weil der Wettbewerb in den Ausschreibungen die Pachten schon heute begrenze, und warnt, ein Deckel könne Flächen knapp machen.

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