In Geeste-Osterbrock ist innerhalb weniger Monate ein großer Pflegestandort gewachsen. Die Miteinander Pflegedienst GmbH betreibt dort seit 2026 ein ambulant betreutes Wohnen, eine neurologische Langzeitpflege der Phase F und seit Ende August auch ein eigenes Verwaltungsgebäude. 160 Menschen arbeiten inzwischen in Osterbrock, im gesamten Verbund sind es rund 320.
Von zwei auf 39 Bewohner in sieben Monaten
Den Anfang machte am Montag, 2. Februar 2026, das ambulant betreute Wohnen in Haus 1. Zum Start zogen zwei Bewohnerinnen und Bewohner ein, heute leben dort 39 Menschen. Die Nachfrage steigt nach Angaben des Trägers weiter.
Am 1. Juni 2026 folgte in Haus 2 die neurologische Langzeitversorgung der Phase F. Dort werden derzeit neun Menschen mit schweren neurologischen Beeinträchtigungen betreut. Ende August kam das Verwaltungsgebäude hinzu, in dem die Verwaltung des Unternehmens nun zentral arbeitet. Neben Meppen und Lingen ist Osterbrock damit einer der großen Standorte von Miteinander.

Für wen die Phase-F-Pflege gedacht ist
Phase F bezeichnet die Langzeitversorgung von Menschen mit schweren oder schwersten neurologischen Schäden, die dauerhaft Pflege, medizinische Betreuung und Therapie brauchen. In Osterbrock sollen diese drei Bereiche eng zusammenarbeiten. Zum Alltag gehören Therapie, gezielte Förderung und ein fester, individuell geplanter Tagesablauf. Je nach Verfassung der Bewohner kommen Beschäftigung und Aktivierung, Zeit an der frischen Luft, gemeinsame Veranstaltungen und Ausflüge in die Umgebung dazu. Ebenso gibt es Ruhephasen und Rückzugsräume.
Aufgenommen werden auch Menschen, die außerhalb einer Klinik intensivpflegerisch versorgt werden müssen, etwa weil sie beatmet werden oder ein Tracheostoma haben. Ziel sei, so der Träger, eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Angehörige als Teil der Betreuung
Angehörige werden bewusst eingebunden. Sie haben feste Ansprechpartner und werden regelmäßig zu Gesprächen eingeladen. Was sie über Lebensgeschichte, Eigenheiten und Gewohnheiten der Bewohner wissen, fließt in die Betreuung ein.
Geleitet wird der Standort von Geschäftsführerin Marie-Charlott Espinola, Heimleiter Frederico Leguizamon und Pflegedienstleiter Tobias Lüke. Intensivpflege bedeute für sie mehr als Medizin und Pflege, heißt es in der Mitteilung. Auch Sicherheit, Würde, Zuwendung und Teilhabe sollen im Alltag eine Rolle spielen.

