Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwoch, 23. September 2026, die Projekte des Bundesprogramms SKS-Schwimmbäder ausgewählt. Sieben Bäder aus der Region sind dabei. Zusammen erhalten sie gut 9,4 Millionen Euro für Sanierung und Modernisierung.
Diese Bäder in der Region bekommen Geld vom Bund
- Osnabrück: Kombibad Nettebad, 2,5 Millionen Euro
- Werlte (Samtgemeinde, Emsland): Sanierung und Erweiterung des Hallenbades, 2 Millionen Euro
- Bakum (Landkreis Vechta): Sanierung des Hallenbades, 1,5 Millionen Euro
- Münster: Hallenbad Hiltrup, 1,2 Millionen Euro
- Schüttorf (Samtgemeinde, Grafschaft Bentheim): Sanierung des Freibades, 1 Million Euro
- Fürstenau (Samtgemeinde, Landkreis Osnabrück): Sanierung und Ersatzneubau des Freibades, 950.000 Euro
- Nottuln (Kreis Coesfeld): Wellenfreibad, 267.700 Euro
Aus dem Landkreis Cloppenburg, aus Ostfriesland sowie aus den Kreisen Steinfurt und Borken steht kein Bad auf der Liste. Alle 195 geförderten Projekte führt die Projektliste des DOSB auf. Mehr zu den Plänen in Schüttorf: Eine Million Euro vom Bund für das Freibad Schüttorf.
Bundesweit gehen rund 800 Anträge leer aus
Insgesamt verteilt der Bund in dieser Runde rund 250 Millionen Euro auf 195 Frei-, Hallen- und Sportbäder. Der Bedarf war weit größer: Bis Mitte Juni hatten Kommunen fast 1.000 Anträge mit einem Volumen von 3,2 Milliarden Euro eingereicht, das Programm war damit rund 13-fach überzeichnet. Bereits im Frühjahr hatte der Ausschuss im allgemeinen Programm zur Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS) eine erste Tranche von 333 Millionen Euro vergeben, neben Sportplätzen und Sporthallen auch für Bäder. Der nächste SKS-Projektaufruf soll noch in diesem Herbst starten.
Sportverbände fordern mehr Geld und sehen die Länder in der Pflicht
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) halten die Summe für zu gering, um den Sanierungsstau aufzulösen. Die vielfache Überzeichnung zeige, „dass eine Fortsetzung in den kommenden Jahren dringend erforderlich ist“, sagt DSV-Präsident David Profit. Der Verband möchte das Geld gezielt in Bäder lenken, die Wasserzeiten für Schulen, Schwimmvereine und Schwimmschulen bieten.
DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein verlangt, die von der Koalition angekündigte Sportmilliarde vollständig auszuschöpfen: „Aufgrund der enormen Höhe des Sanierungsstaus im Sport braucht es für langfristige und nachhaltige Effekte aber die gesamte Sportmilliarde jährlich.“ Zugleich appelliert der DOSB an die Länder, die im Kern für die Förderung von Sportstätten zuständig sind, eine eigene Investitionsoffensive für die Sportinfrastruktur zu starten.

