München geht als deutscher Kandidat ins Rennen um Olympische und Paralympische Sommerspiele. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat sich am Samstag, 26. September 2026, in Baden-Baden mit 91 zu 50 Stimmen für das Münchner Konzept entschieden. Die Bewerbung aus Köln und der Rhein-Ruhr-Region ging leer aus. Berlin hatte seine Bewerbung zwei Tage vor der Abstimmung zurückgezogen, Hamburg war bereits im Frühjahr am Votum der Bürgerinnen und Bürger gescheitert.
Knapp vorn in der Bewertung, klar vorn bei den Stimmen
In der fachlichen Bewertung lagen beide Finalisten eng beieinander: München kam auf 87,03 Punkte, Köln-Rhein-Ruhr auf 85,02. Beide Konzepte galten als „sehr gut“. München setzt auf kurze Wege und auf Sportstätten, die zum großen Teil schon stehen, darunter der Olympiapark von 1972. In der Abstimmung setzte sich die bayerische Landeshauptstadt dann deutlich durch.
Eishockey-Verband sieht Schub für Nachwuchs und Region
Zu den stimmberechtigten Spitzenverbänden gehörte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB). Vorstandschef Frank H. Lutz sprach nach der Entscheidung von einem wichtigen Schritt zu Spielen in Deutschland. Olympia wirke auf Athletinnen, Athleten und den Nachwuchs, einer Gastgeberregion bringe es zudem Impulse für Infrastruktur und Wirtschaft. Der Verband hatte die Bewerbungspläne bereits im Oktober 2025 unterstützt. Bei den Winterspielen in Mailand und Cortina im Februar 2026 standen nach Angaben des DEB erstmals seit 20 Jahren sowohl das Frauen- als auch das Männerteam auf dem Eis.
Offen für 2036, 2040 oder 2044
Festgelegt auf ein Jahr ist die Bewerbung nicht. Für die Spiele 2036 beginnt im März 2027 der sogenannte strategische Dialog mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Die Vergabe ist für Mitte 2029 vorgesehen. Wann über 2040 und 2044 entschieden wird, steht noch nicht fest.

