Bei einem Verkehrsunfall in Münster ist ein 19-jähriger E-Scooter-Fahrer leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, stand der junge Mann unter Alkoholeinfluss und missachtete offenbar eine rote Ampel. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung.
Zusammenstoß an Kreuzung in Münster
Am frühen Donnerstagmorgen kam es in Münster zu einem Verkehrsunfall zwischen einem E-Scooter und einem Pkw. Gegen 5:18 Uhr überquerte ein 19-jähriger E-Scooter-Fahrer die Kreuzung Weseler Straße/Fritz-Stricker-Straße – nach ersten Erkenntnissen der Polizei bei rotem Ampelsignal. Er war auf der Weseler Straße in Richtung Albachten unterwegs.
Zur gleichen Zeit näherte sich ein 49-jähriger Autofahrer aus der Fritz-Stricker-Straße, um nach links auf die Weseler Straße abzubiegen. Für ihn stand die Ampel den Angaben zufolge auf Grün. Die beiden Verkehrsteilnehmer kollidierten im Kreuzungsbereich. Der E-Scooter-Fahrer stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Der Autofahrer blieb unverletzt.
Atemalkoholtest ergibt 1,8 Promille
Bei der Unfallaufnahme fiel den Polizeibeamten auf, dass der 19-Jährige Anzeichen von Alkoholkonsum zeigte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht: Der Wert lag bei 1,8 Promille. Die Beamten beschlagnahmten daraufhin seinen Führerschein und ordneten die Entnahme von Blutproben an.
Rettungskräfte brachten den jungen Mann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Ihm droht nun eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss.
Polizei warnt vor Alkohol am Lenker
Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr hinzuweisen. Da E-Scooter rechtlich als Kraftfahrzeuge eingestuft werden, gelten für sie dieselben Promillegrenzen und Bestimmungen wie für Autofahrer. Wer diese missachtet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen – dazu zählen Geldbußen, Punkte in Flensburg oder der Entzug der Fahrerlaubnis. Die Beamten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, auf Alkohol und Betäubungsmittel am Steuer beziehungsweise Lenker generell zu verzichten, um sich selbst und andere nicht zu gefährden.

