Nach acht Pflichtspielen ohne Niederlage ist die Serie des SC Spelle-Venhaus gerissen: Im Derby bei der U23 des SV Meppen verlor der Oberligist 0:4. Der Sportliche Leiter Tobias Harink nennt das Ergebnis ärgerlich, sieht es aber als Ausnahme. Schon am Samstag, 3. Oktober, ab 17.30 Uhr steht das Viertelfinale im Niedersachsenpokal gegen Titelverteidiger Lüneburger SK Hansa an.
Harink: „Fast immer die bessere Mannschaft“
Bis auf das Spiel in Meppen sei Spelle in fast allen Partien näher am Sieg gewesen als der Gegner, sagt Harink. Glück habe die Mannschaft beim 1:0 in Wilhelmshaven gehabt. Gegen Rehden, Lüneburg und Heeslingen hätte es aus seiner Sicht zu Siegen reichen können.
Stamm gehalten, fünf Neue dazu
Den wichtigsten Grund für den Start sieht der Verein in der Kontinuität. Der Kern der Vorsaison ist geblieben, die meisten Spieler kommen aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern. Statt Spieler aus höheren Ligen zu holen, setzt Spelle darauf, den eigenen Kader weiterzuentwickeln. 14 Spieler sind zwischen 21 und 25 Jahre alt. Nur Janik Jesgarzewski, Bernd Lichtenstein und Jan-Luca Ahillen sind 30 oder älter.
Im Sommer kamen Joe Klöpper, Daniel Benke, Benjamin Evers, Moritz Pauli und Jan Wulkotte. Klöpper hat die Rolle des Abwehrchefs übernommen. Pauli verletzte sich am Ende der Vorbereitung, traf nach seiner Rückkehr aber beim Punktspiel in Heeslingen als Einwechselspieler. Auch Jan Popov kam beim Pokalsieg gegen Heeslingen von der Bank und erzielte ein wichtiges Tor.
Gegneranalyse per Video
Einen Anteil schreibt Harink dem Trainerteam um Henry Hupe, Co-Trainer Thomas Klimka und Torwarttrainer Alex Moll zu. Klimka, der zuvor im Nachwuchs von Preußen Münster und bei Borussia Münster gearbeitet hat, betreut die Standardsituationen und wertet Videos der Oberliga-Gegner aus. „Das macht sich auch in Punkten bemerkbar“, sagt Harink.
Langfristig will der Verein diesen Kern halten. „Es ist unser Ziel, diesen Kern, den wir gerade haben, langfristig zu halten und diese Spieler weiterzuentwickeln“, so Harink.

