Die Polizeiinspektion Leer/Emden meldet für die vergangenen Tage mehrere Vorfälle aus ihrem Zuständigkeitsbereich. Im Mittelpunkt stehen ein Betrugsfall mit falschen Bankmitarbeitern sowie ein Verkehrsunfall mit sechs Verletzten in Moormerland. Hinzu kommen ein Hundebiss, ein Fahrzeugbrand auf der A28 und ein weiterer Unfall in Emden.
Falsche Bankmitarbeiter erbeuten fünfstelligen Betrag
Eine 57-jährige Frau aus Hesel ist am 30. September 2026 Opfer eines Betrugs geworden. Zuvor hatte sie über einen E-Mail-Kontakt ihre Zugangsdaten zum Online-Banking preisgegeben. Anschließend meldete sich ein Mann telefonisch und gab sich als Mitarbeiter der Hausbank ihrer 83-jährigen Mutter aus, für deren Konto die Frau eine Vollmacht besitzt.
Der angebliche Bankmitarbeiter behauptete, auf dem Konto der älteren Dame ungewöhnliche Überweisungen festgestellt zu haben. Unter diesem Vorwand setzte er die 57-Jährige so unter Druck, dass sie mehrere Transaktionen freigab. Der entstandene Schaden liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.
Die Polizei warnt eindringlich: Banken fordern ihre Kunden niemals telefonisch dazu auf, Überweisungen freizugeben. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die eigene Bank über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren, um den Sachverhalt zu prüfen.
Sechs Verletzte bei Verkehrsunfall in Moormerland
Auf der Hauptstraße in Moormerland kam es am 1. Oktober 2026 gegen 14:35 Uhr zu einem folgenschweren Unfall. Ein 67-jähriger VW-Tiguan-Fahrer wollte nach links auf das Gelände einer Gaststätte abbiegen und übersah dabei einen entgegenkommenden VW Multivan, der von einer 56-Jährigen gesteuert wurde.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Multivan gegen eine Straßenlaterne geschleudert, die daraufhin abriss und auf einen geparkten Hyundai fiel. Insgesamt erlitten sechs Personen leichte Verletzungen: der 67-Jährige und seine drei Mitfahrerinnen sowie die 56-jährige Fahrerin und ihr Kind. Alle wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Beide beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf einen oberen fünfstelligen Betrag geschätzt. Während der Unfallaufnahme war die Hauptstraße zeitweise vollständig gesperrt.
Hundebiss, Autobrand und Unfall in Emden
In Leer wurde am 1. Oktober ein 24-jähriger Paketzusteller beim Betreten eines Bauernhofs von einem Hofhund in die Wade gebissen. Er erlitt leichte Verletzungen, bevor der Hund auf das Grundstück zurückkehrte.
Auf der A28 bei Filsum geriet am Abend desselben Tages ein BMW aus bislang ungeklärter Ursache in Vollbrand. Fahrer und Beifahrer, 51 und 22 Jahre alt, konnten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt. Die Feuerwehr musste den Fahrbahnabschnitt in Richtung Leer für die Löscharbeiten sperren.
In Emden kam eine 43-jährige Autofahrerin auf der Petkumer Straße von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum auf einer Verkehrsinsel. Sie erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, ihr Fahrzeug musste abgeschleppt werden. In beiden Fällen stehen die Schadenshöhen noch nicht fest.

