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Gruppenfoto von Vorstand und Jubilaren des Vereins pro Vitus im Vitalus Gesundheitszentrum Meppen

pro Vitus will lauter werden: Angehörigenverein in Meppen stellt sich gegen Kürzungen in der Behindertenhilfe

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Der Meppener Angehörigen- und Förderverein pro Vitus will sich stärker als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung und ihre Familien einbringen. Das war die zentrale Botschaft der Mitgliederversammlung am Freitag, 25. September, im Vitalus Gesundheitszentrum in Meppen. Anlass sind geplante Kürzungen im Sozialbereich.

Warnung vor dem Verlust erkämpfter Rechte

Michael Korden, Geschäftsführer des St.-Vitus-Werks, schilderte vor knapp 50 Mitgliedern, welche Einschnitte im sozialen Bereich geplant sind. „Rechte und Leistungen, die über Jahrzehnte hart erkämpft wurden, stehen jetzt auf dem Spiel“, sagte Korden. Die Vorsitzende Gabriele Kroker zog daraus eine klare Konsequenz: „Wir müssen lauter werden und aktiv für unsere Interessen eintreten.“ Angehörige wüssten aus eigener Erfahrung, wie der Alltag von Menschen mit Behinderung aussieht, ihre Stimme habe deshalb besonderes Gewicht.

Meppener Stimme im Bundesverband

Einen ersten Schritt gibt es bereits: Christelle Wilken sitzt im neu gegründeten Angehörigenbeirat des Bundesverbands Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) und vertritt dort die Sicht der Familien. Wilken spricht zugleich für die Meppener Selbsthilfegruppe „Spezialeltern“, die künftig als Arbeitskreis unter dem Dach von pro Vitus arbeitet.

24.000 Euro für Projekte

Daneben bleibt die Förderung das Kerngeschäft des Vereins. Im Berichtszeitraum 2025/26 gab pro Vitus rund 24.000 Euro für Projekte aus, unter anderem für ein Theaterprojekt der Werkstatt für behinderte Menschen, Gartenbänke für die Kita Hand in Hand und die Teilnahme der Musikschlawiner an einem inklusiven Musikfestival. Finanziell schloss der Verein mit einem Plus ab. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden trägt vor allem der pro Vitus Basar in Meppen dazu bei. Kroker: „Der Basar ist für uns nicht nur finanziell wichtig. Er macht pro Vitus auch im Sozialraum sichtbar.“

Die drei zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Neun Mitglieder ehrte der Verein für 25 Jahre Mitgliedschaft, ein Mitglied für 50 Jahre.

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