Hundert Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela vom 24. Juni 2026 sind viele Betroffene noch immer ohne Zuhause. Nach Angaben des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ kamen mehr als 6.500 Menschen ums Leben, rund 17.000 wurden verletzt. Tausende leben weiter in Übergangscamps.
Hilfe für Kinder und Familien
Die Rettungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Mitgliedsorganisationen des Bündnisses konzentrieren sich jetzt auf die Folgen. Viele Kinder, ältere Menschen und Familien, die Angehörige verloren haben, leiden unter Angst, Schlafstörungen und Traumata. Organisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Handicap International und die Johanniter richten geschützte Räume für Kinder ein und schulen Lehr- und Betreuungskräfte. Die Johanniter erreichen mit zwei venezolanischen Partnerorganisationen nach eigenen Angaben rund 3.500 Menschen.
Trinkwasser per Tankwagen
In vielen Gemeinden ist die Wasserversorgung weiter eingeschränkt, beschädigte Leitungen und verschmutzte Brunnen erhöhen das Krankheitsrisiko. Die Organisation LandsAid versorgt im Gebiet Bicentenario im Bundesstaat La Guaira (früher Vargas) rund 1.800 Menschen mit gechlortem Wasser aus Tankfahrzeugen.
Spenden nimmt „Aktion Deutschland Hilft“ unter dem Stichwort „Erdbeben Venezuela“ entgegen, auf das Konto IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30 bei der SozialBank oder online unter aktion-deutschland-hilft.de.

