Der SC Spelle-Venhaus steht im Halbfinale des Niedersachsenpokals. Am Samstag, 3. Oktober 2026, gewann der Oberligist vor 546 Zuschauern im Getränke Hoffmann Stadion mit 4:1 (2:1) gegen Titelverteidiger Lüneburger SK Hansa. Eine Woche nach der 0:4-Niederlage im Derby bei der U23 des SV Meppen war das die erhoffte Antwort.
Eigentor bremst die frühe Führung nur kurz
Spelle trat von Beginn an entschlossener auf, die erste Chance hatte aber Lüneburg: Nevio Scheuer setzte einen Freistoß in der 5. Minute knapp am Tor von SCSV-Keeper Mattis Niemann vorbei. In der 26. Minute brachte Mittelstürmer Tom Winnemöller die Gastgeber nach Zuspiel von Tjark Hüpfner in Führung. Lüneburg glich sieben Minuten später aus, als Kapitän Janik Jesgarzewski eine Hereingabe von links unglücklich ins eigene Tor lenkte.
Die Antwort kam schnell. Moritz Pauli, der für den verletzten Abwehrchef Joe Klöpper in die Startelf gerückt war, traf in der 38. Minute sehenswert zum 2:1, das auch zur Pause stand.
Joker stechen in der Schlussphase
Nach dem Wechsel hatte Spelle mehr Möglichkeiten, Gästetorwart Arne Exner parierte unter anderem gegen Benjamin Evers und den eingewechselten Jan Popov. Die Entscheidung fiel durch zwei Einwechselspieler: Jan-Luca Ahillen erhöhte nach einem stark herausgespielten Angriff in der 81. Minute auf 3:1, Adrian Lenz machte drei Minuten später gegen weit aufgerückte Lüneburger das 4:1. Auf den Rängen feierten auch die Frauen, die drei weiteren Herrenteams und die U19 des Vereins mit, die zum Pokalspiel eingeladen worden waren.
Spielplan in der Oberliga
- Sonntag, 11. Oktober: 1. FC Germania Egestorf-Langreder (auswärts)
- Sonntag, 18. Oktober: SC Hemmingen-Westerfeld (auswärts)
- Freitag, 23. Oktober, 19.30 Uhr: Vorwärts Nordhorn (heim)
- Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr: TuS Bersenbrück (heim)
Statistik
SC Spelle-Venhaus: Niemann; Hüpfner, Pauli, Jesgarzewski, Meier; Golkowski (86. Krone), Anton Popov; Evers (68. Jan Popov); Benke (62. Artem Popov), Winnemöller (73. Ahillen), Kehl (62. Lenz). Trainer: Henry Hupe.
Lüneburger SK Hansa: Exner, Thinius, Muhlack, Pinto Coelho, Hübner (72. Ratzeburg), Dahaba (82. Hartig), Gründker (66. Meyer), Tappe (61. Weishaupt), Scheuer, Kunze, Dürr. Trainer: Tarek Gibbah.
Tore: 1:0 Winnemöller (26.), 1:1 Jesgarzewski (33., Eigentor), 2:1 Pauli (38.), 3:1 Ahillen (81.), 4:1 Lenz (84.)
Schiedsrichter: Kilian Braun (ASC Cranz-Estebrügge)
Zuschauer: 546

