In Bocholt ist am Freitagabend ein Fußgänger von einem E-Scooter-Fahrer geschubst und dabei leicht verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich auf einem Fußweg an der Rheinstraße, nachdem zwei E-Scooter-Fahrer dem Mann im Dunkeln entgegengekommen waren. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und dem Tatverdächtigen.
Beinahe-Zusammenstoß endet mit Sturz
Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend gegen 20.20 Uhr auf einem Fußweg hinter einer Schule an der Rheinstraße in Bocholt. Ein Mann war dort mit seinem Hund unterwegs, als ihm im Dunkeln zwei E-Scooter-Fahrer entgegenkamen. Um eine Kollision zu verhindern, machte der Fußgänger lautstark auf sich aufmerksam. Einer der beiden E-Scooter-Fahrer geriet daraufhin ins Schleudern und stürzte.
Statt weiterzufahren, lief einer der jungen Männer auf den Fußgänger zu und stieß ihn zu Boden. Der Mann zog sich bei dem Sturz leichte Verletzungen zu. Die beiden E-Scooter-Fahrer entfernten sich anschließend vom Tatort, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.
Polizei sucht nach Tatverdächtigem
Die Polizei in Bocholt hat nach dem Vorfall eine Personenbeschreibung des Tatverdächtigen veröffentlicht. Demnach handelt es sich um einen Jugendlichen im Alter von vermutlich 14 bis 17 Jahren. Er ist etwa 1,75 Meter groß und von schlanker Statur. Auffällig sind seine lockigen blond-braunen Haare. Zum Tatzeitpunkt trug er einen türkisfarbenen Hoodie sowie eine Goldkette.
Das Kriminalkommissariat Bocholt bittet nun Zeugen des Vorfalls sowie Personen, die Hinweise zur Identität des Tatverdächtigen geben können, sich zu melden. Die Polizei ist unter der Telefonnummer (02871) 2990 erreichbar.
Konflikte zwischen E-Scootern und Fußgängern
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Konflikten zwischen E-Scooter-Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern ein, die in vielen Städten regelmäßig für Diskussionen sorgen. Insbesondere auf Fußwegen kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen, wenn E-Scooter mit zu hoher Geschwindigkeit oder unachtsam gefahren werden. Die Polizei appelliert an Nutzer von E-Scootern, Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen und bei Unfällen vor Ort zu bleiben, statt sich der Verantwortung zu entziehen.

