Auf der A30 bei Melle ist es in der Nacht zu Dienstag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Sattelzug prallte in einer Nachtbaustelle gegen einen abgestellten Sicherungsanhänger, wodurch die Autobahn mehrere Stunden lang komplett gesperrt werden musste.
Sattelzug übersieht Baustellenabsicherung
Gegen 0.20 Uhr war ein 40-jähriger Lkw-Fahrer aus Lettland mit seinem Sattelzug auf der A30 in Richtung Hannover unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Riemsloh und Bruchmühlen war zu diesem Zeitpunkt eine Nachtbaustelle eingerichtet, der Verkehr wurde dort einspurig über den Standstreifen an der Arbeitsstelle vorbeigeleitet. Der Fahrer bemerkte die Absicherung offenbar zu spät und kollidierte auf dem Hauptfahrstreifen mit einem dort abgestellten, unbesetzten Lkw samt Sicherungsanhänger.
Bei dem Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge sowie Teile der Außenschutzplanke erheblich beschädigt. Der Tank des Sattelzugs riss auf, rund 300 Liter Diesel liefen aus und gelangten teilweise ins Erdreich sowie in die Kanalisation. Der Fahrer blieb unverletzt, Hinweise auf eine Fahruntüchtigkeit liegen den Ermittlern bislang nicht vor.
Hoher Sachschaden, stundenlange Vollsperrung
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 150.000 Euro. Wegen der Unfallaufnahme sowie der anschließenden Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste die A30 in Fahrtrichtung Hannover ab der Anschlussstelle Riemsloh vollständig gesperrt werden. Erst gegen 6 Uhr morgens konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.

