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Betrugsmasche: Opfer in Aurich verlieren 30.000€

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Die Polizei Aurich/Wittmund warnt vor einer aktuellen Betrugswelle am Telefon. In zwei Fällen gaben sich Täter als Krankenhausmitarbeiter und Bankangestellte aus und erbeuteten so mehr als 30.000 Euro.

Falscher Professor fordert Geld für angeblich kranken Sohn

In Aurich meldete sich vergangene Woche ein unbekannter Anrufer telefonisch bei einem Mann und gab sich als Professor eines nahegelegenen Krankenhauses aus. Er behauptete, der Sohn des Opfers sei schwer erkrankt und benötige dringend ein teures Medikament aus dem Ausland. Die Täter setzten den Mann während des Gesprächs gezielt unter Druck. Ein weiterer Täter übernahm das Telefon, gab sich weinend als der Sohn aus und bestärkte die Geschichte. Kurz darauf erschien ein bislang unbekannter Mann persönlich an der Haustür des Opfers. Diesem übergab der Mann mehr als 15.000 Euro in bar.

Angeblicher Bankmitarbeiter bringt Opfer zu Überweisungen

In einem zweiten Fall erhielt ein 64-jähriger Mann aus Südbrookmerland einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter. Dieser behauptete, es seien verdächtige Kontobewegungen und eine Sicherheitslücke festgestellt worden. Der Anrufer erklärte dem Mann am Telefon, wie er die angeblich falschen Buchungen rückgängig machen könne. Dabei brachte er ihn dazu, ein Programm auf seinem Computer zu installieren und mehrere Überweisungen durchzuführen. Dem Mann entstand dadurch ein Schaden von rund 15.000 Euro.

Polizei rät zu Vorsicht bei unerwarteten Anrufen

Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Weder Banken noch die Polizei oder medizinisches Personal fordern Bürgerinnen und Bürger telefonisch dazu auf, Geld zu überweisen oder Bargeld an unbekannte Personen zu übergeben.

Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und die Angaben eigenständig überprüfen – etwa durch einen Rückruf bei der Bank oder bei Angehörigen über eine bereits bekannte Telefonnummer.

Die Polizei nennt folgende Verhaltensregeln:

  • Kein Geld auf Anweisung unbekannter Anrufer überweisen
  • Keine Programme auf telefonische Anweisung installieren
  • Keine Passwörter, Zugangsdaten oder TANs weitergeben
  • Sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen – im Zweifel das Gespräch beenden
  • Niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben
  • Bei bereits erfolgter Überweisung oder Übergabe sofort Bank und Polizei informieren

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