Im Begegnungszentrum Mitte51 in Rheine ist die Ausstellung „UNVERSEHRT LEBEN: Frauen, Würde, Kulturen“ zu sehen. Sie informiert über weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C), ihre Hintergründe und Folgen sowie über Menschenrechte, Prävention und Hilfsangebote. Eröffnet wurde sie am 29. September 2026 im Rahmen der Interkulturellen Woche. Einrichtungen, Institutionen und Organisationen können die Ausstellung auch ausleihen.
Erfahrungsberichte betroffener Frauen
Zur Eröffnung lasen Jana Bida, Dr. Beate Heitmann und Elke Löchte Berichte von Frauen vor, die selbst betroffen sind. Darin ging es um die körperlichen und seelischen Folgen der Eingriffe, aber auch um den Wunsch, dass die nächste Generation selbstbestimmt leben kann. „Diese Praxis muss weltweit beendet werden“, heißt es in einem der Berichte.
Als weibliche Genitalverstümmelung gelten Eingriffe, bei denen weibliche Genitalien ohne medizinischen Grund teilweise oder ganz entfernt oder verletzt werden. Sie gilt als schwere Menschenrechtsverletzung und ist in Deutschland strafbar.
Aufklärung und Vernetzung der Beratungsstellen
Dunja Wegmann vom Team Beratung und Begleitung von Zuwanderern der Stadt Rheine begrüßte die Gäste. Michele Ngo Mong vom Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt an Frauen betonte, wie wichtig Aufklärung, Beratung und die Zusammenarbeit der Fachstellen seien, und dankte den Frauen, die ihre Erfahrungen öffentlich machen. Musik kam von Eric Luzolo and friends.

Ausstellung ausleihen
Einrichtungen, Institutionen und Organisationen, die die Ausstellung bei sich zeigen möchten, erhalten Informationen bei Gaby Beckmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rheine, und bei Jessica Stallmann vom Begegnungszentrum Mitte51, Tel. 05971 8014722.

