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Historische Aufnahme des Ehrenmals vor dem ehemaligen Armenhaus in Weener, dem heutigen Heimatmuseum

Der Todesschütze aus Weener: Vortrag in Aurich über die Identifizierung von Jakobus Onnen

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Wie ließ sich der Mann identifizieren, der auf einem der bekanntesten Fotos des Holocaust einen Menschen am Rand einer Grube erschießt? Darüber spricht der Historiker Dr. Jürgen Matthäus am Montag, 12. Oktober 2026, um 19.30 Uhr im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft, Georgswall 1 in Aurich. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Ein SS-Mann aus Tichelwarf

Im Herbst 2025 ging die Nachricht um die Welt: Der Schütze auf dem als „Der letzte Jude von Winniza“ bekannten Foto ist nach den Forschungen von Matthäus der SS-Unterscharführer Jakobus Onnen aus Tichelwarf bei Weener. In seinem Vortrag „Bilderrätsel: Holocaust-Fotografien und deutsche Kriegserinnerung“ erklärt Matthäus, mit welchen Methoden die Identifizierung gelang, auch mit Hilfe Künstlicher Intelligenz, und welche grundsätzlichen Probleme historische Fotos für die Forschung aufwerfen.

Folgen für das Kriegsdenkmal in Weener

Auch die Reaktion vor Ort ist Thema: Vertreter der Stadt Weener haben das Wissen über Onnens Taten genutzt, um das örtliche Kriegsdenkmal zu überarbeiten.

Zum Referenten

Jürgen Matthäus leitete von 2005 bis 2025 die Forschungsabteilung des Mandel Center for Advanced Holocaust Studies am United States Holocaust Memorial Museum in Washington. Der Vortrag eröffnet die Saison 2026/2027 der Reihe „Landeskundliche Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands“, die Landschaftsbibliothek und Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Aurich, gemeinsam veranstalten. Auskunft gibt die Landschaftsbibliothek unter Telefon 04941 179939.

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