Unternehmen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim können noch bis Ende Oktober 2026 an einer Online-Befragung zu ihrem Energiebedarf teilnehmen. Die Antworten fließen in eine Studie ein, mit der beide Landkreise klären wollen, wie Betriebe in der Region künftig mit Wasserstoff versorgt werden können, auch dort, wo das geplante Wasserstoff-Kernnetz nicht vorbeiführt. Mitmachen können ausdrücklich auch Firmen, für die Wasserstoff heute noch kein Thema ist. Die Befragung ist unter h2-region-emsland.de/bedarfsabfrage-zukunftsperspektiven erreichbar.
Was die Landkreise wissen wollen
Gefragt wird nach heutigen und künftigen Energiebedarfen, nach möglichen Einsatzfeldern für Wasserstoff und nach Hürden bei der Umstellung auf klimafreundliche Energieträger. Auf dieser Grundlage soll die „Regionale H2-Infrastrukturen – Chancen- und Machbarkeitsanalyse“ zeigen, wo Bedarfscluster entstehen könnten und ob sie besser über einen Anschluss an das Kernnetz oder über andere Wege versorgt werden. Im Emsland und in der Grafschaft sind insgesamt 19 sogenannte T-Stücke als Anschlusspunkte an das Kernnetz geplant. Ergebnisse soll es im Sommer 2027 geben, auch als Grundlage für die Planung neuer Gewerbegebiete.
Förderbescheid in Nordhorn übergeben
Den Förderbescheid überreichte Nikolaus Jansen, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung, beim Projektauftakt im NINO-Hochbau in Nordhorn. Die Studie mit einem Volumen von rund 132.000 Euro wird über das Landesprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ und kommunale Mittel aus dem Zukunftsfonds Ems-Vechte finanziert. Projektpartner sind die beiden Landkreise und die Energy Hub Emsland Entwicklungsgesellschaft.
Ralf Hilmes, Leiter der Wirtschaftsförderung im Landkreis Grafschaft Bentheim, sieht das Potenzial in der Fläche: Lingen sei ein zentraler Standort der Wasserstoffproduktion, Wertschöpfung bei Nutzung und weiterer Produktion sei aber in der ganzen Region möglich. Eine Schlüsselrolle spielten dabei Verteilnetzbetreiber und Stadtwerke.

