Im Kreis Coesfeld haben Betrüger am Mittwoch mit verschiedenen Maschen versucht, an Geld zu gelangen. In Lüdinghausen verschaffte sich ein falscher BKA-Beamter sogar Zutritt zu einem Wohnhaus, scheiterte aber letztlich an der aufmerksamen Ehefrau des Opfers.
Falscher BKA-Beamter verschafft sich Zutritt
Am Mittwoch, den 7. Oktober 2026, versuchten Betrüger kreisweit mit unterschiedlichen Maschen, Geld von ihren Opfern zu erbeuten. Besonders dreist ging ein Täter in Lüdinghausen vor: Nach mehreren vorangegangenen Telefonaten, in denen sich ein Unbekannter als Polizeibeamter ausgegeben hatte, stand gegen 15.30 Uhr ein Mann persönlich vor der Haustür eines Lüdinghausers. Mit einem gefälschten Ausweis gab er sich als BKA-Mitarbeiter aus und erhielt so Zugang zum Wohnhaus.
Gemeinsam mit dem Bewohner durchsuchte der Betrüger das Haus angeblich nach Einbruchspuren. Unter diesem Vorwand versuchte er anschließend, im Haus befindliches Bargeld an sich zu nehmen. Der Plan scheiterte jedoch: Die inzwischen hinzugekommene Ehefrau des Lüdinghausers schöpfte Verdacht und drohte damit, die Polizei zu rufen. Daraufhin flüchtete der Täter ohne Beute.
So sieht der Gesuchte aus
Die Polizei sucht nun nach Zeugen und beschreibt den Täter wie folgt: Er ist männlich, etwa 28 Jahre alt und rund 1,80 Meter groß. Er hat schwarze Haare und ein osteuropäisches Erscheinungsbild, sprach jedoch akzentfreies Deutsch. Bekleidet war er mit einer blauen Jeans und einem sportlichen Blouson, Handschuhe trug er nicht.
Wer rund um den Margeritenring in Lüdinghausen verdächtige Personen beobachtet hat oder Angaben zum Täter machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Lüdinghausen unter der Telefonnummer 02591-793711 zu melden.
Polizei warnt vor Betrugsmaschen
Der Fall reiht sich in eine Serie von Betrugsversuchen ein, bei denen sich Täter kreisweit unter anderem als Polizeibeamte, Ärztin oder Bankmitarbeiter ausgaben. Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Aufforderungen am Telefon, per Messenger oder im Internet. Persönliche Daten oder Bankinformationen sollten grundsätzlich nicht weitergegeben werden.
Wichtig ist laut Polizei auch, Kontakte zu überprüfen: Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte die betreffende Person unter der bekannten, alten Nummer zurückrufen und nachfragen, ob die Nachricht tatsächlich von ihr stammt. Bei Aufforderungen zu Geldüberweisungen per WhatsApp oder anderen Messengern ist generelles Misstrauen angebracht. Zudem sollten Nutzer die Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen ihrer Nachrichtendienste regelmäßig überprüfen und niemals Codes weitergeben, die an ihre Telefonnummer gesendet werden.
Weiterführende Informationen zum Schutz vor Betrugsmaschen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention auf ihrer Internetseite.

