Münster bekommt ein ungewöhnliches musikalisches Marathon-Erlebnis: Beim Festival „KLANGZEIT_#13“ wird Eric Saties Werk „Vexations“ 30 Stunden lang ununterbrochen aufgeführt. Mehr als 30 Pianistinnen und Pianisten teilen sich die Aufgabe in der Dominikanerkirche.
30 Stunden Musik ohne Pause
Vom 10. auf den 11. Oktober verwandelt sich die Dominikanerkirche in Münster in einen Konzertsaal der besonderen Art: In Kooperation mit der Kunsthalle Münster wird Eric Saties Klavierstück „Vexations“ 30 Stunden lang durchgehend gespielt. Das Konzert beginnt am Samstag, 10. Oktober, um 11 Uhr und endet erst am Sonntag, 11. Oktober, um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mehr als 30 Pianistinnen und Pianisten aus Münster und ganz Nordrhein-Westfalen teilen sich die Aufführung und lösen sich am Flügel ab. Saties kurzes, nur wenige Takte umfassendes Stück ist für eine einzige Wiederholung geschrieben – erst durch die 840-fache Wiederholung, wie es der Komponist vorsah, entsteht die charakteristische Dauer von rund 30 Stunden. Das stetige Wiederkehren derselben Melodie erzeugt einen meditativen, fast hypnotischen Klangraum, der Besucherinnen und Besucher zum Verweilen, Kommen und Gehen einlädt.
Teil des Festivals KLANGZEIT
Die Aufführung ist Teil des Festivals „KLANGZEIT“, das alle zwei Jahre in Münster stattfindet und sich zeitgenössischer sowie experimenteller Musik widmet. Die diesjährige 13. Ausgabe bringt mit der „Vexations“-Aufführung ein Projekt auf die Bühne, das international immer wieder für Aufsehen sorgt – nicht zuletzt wegen seiner physischen und mentalen Herausforderung für die ausführenden Musikerinnen und Musiker.
Die Kooperation mit der Kunsthalle Münster unterstreicht den interdisziplinären Anspruch des Festivals, das Musik, bildende Kunst und Raum miteinander verbindet. Die Dominikanerkirche bietet dabei als historischer Sakralbau eine besondere Kulisse für das zeitgenössische Klangexperiment.
Freier Eintritt für alle Interessierten
Da der Eintritt zur Veranstaltung frei ist, können Interessierte jederzeit während der 30 Stunden vorbeikommen, verweilen oder die Aufführung über längere Zeit verfolgen. Die Organisatoren erwarten damit ein durchgehend wechselndes Publikum, das Teil eines fortlaufenden musikalischen Ereignisses wird.

