Im Landkreis Emsland haben im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 310 Menschen die Ehrenamtskarte neu erhalten. Mehr als 90 davon besitzen bereits die Jugendleiter-Card (Juleica), engagieren sich also schon in jungen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit. Der Landkreis hat die neuen Karteninhaber jetzt zu einem Empfang in den Saal Kamp nach Meppen eingeladen, rund 90 Ehrenamtliche und Vertreter der Kommunen kamen.
Wer die Karte bekommt
Die Ehrenamtskarte ist eine Anerkennung für Menschen, die sich deutlich über das übliche Maß hinaus freiwillig einsetzen. Antragsberechtigt ist, wer seit mindestens zwei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche gemeinwohlorientiert ehrenamtlich tätig ist. Ohne diesen Nachweis erhalten die Karte auch aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes sowie Inhaber der Juleica. Mit der Karte gibt es Vergünstigungen bei teilnehmenden Einrichtungen und Unternehmen.
Informationen zu Antrag, Angeboten und Veranstaltungen gibt der Ehrenamtsservice des Landkreises unter ehrenamt-emsland.de sowie auf Instagram und Facebook unter „ehrenamtemsland“.
Vom Fußballplatz bis ans Krankenbett
Beim Empfang kamen Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis und Sandra Rickermann vom Ehrenamtsservice mit mehreren Gästen ins Gespräch. Stark vertreten war der Sport, vor allem der Fußball, mit Vorstandsmitgliedern ebenso wie mit Trainerinnen und Trainern. Auch eine Tanzgruppe stellte ihre Arbeit vor.
Einen anderen Einblick gaben die Frauen vom Büchereidienst der katholischen Krankenhausseelsorge. Sie bringen Patientinnen und Patienten nicht nur Lesestoff ans Bett, sondern nehmen sich Zeit für Gespräche, die im Klinikalltag oft willkommene Abwechslung sind. Auffällig im Austausch: Viele der Anwesenden haben nicht nur ein Ehrenamt, sondern gleich mehrere.
„Hinter jeder Ehrenamtskarte steht ein Mensch, der sich freiwillig für andere und die Gemeinschaft einsetzt“, sagte Kraujuttis. Selbstverständlich sei dieser Einsatz nicht. Die vielen Juleica-Inhaber unter den neuen Karteninhabern zeigten, wie früh junge Menschen im Emsland Verantwortung übernähmen.

