Im einsA in Dülmen hängt in den kommenden Wochen ein Banner mit der rosa Schleife, dem internationalen Symbol des Brustkrebsmonats Oktober. Die Stadt Dülmen will damit auf die Früherkennung aufmerksam machen. Für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren gibt es dafür ein kostenloses Angebot: das Mammographie-Screening, zu dem sie alle zwei Jahre eingeladen werden.
Wo Frauen Rat und Termine bekommen
- Mammographie-Screening: Frauen von 50 bis 75 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine schriftliche Einladung. Wer keine bekommen hat, kann sich selbst bei der zuständigen Zentralen Stelle melden, sofern die letzte Screening-Mammographie mindestens 22 Monate zurückliegt. Kontakte unter mammo-programm.de.
- Tastuntersuchung: Ab 30 Jahren können Frauen einmal im Jahr die Brust in der gynäkologischen Praxis abtasten lassen.
- Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: kostenfreies Telefon 0800 420 30 40, täglich von 8 bis 20 Uhr, E-Mail [email protected], Internet krebsinformationsdienst.de.
Häufigste Krebserkrankung bei Frauen
Brustkrebs ist bei Frauen in Deutschland mit Abstand die häufigste Krebserkrankung. Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut erkranken jedes Jahr rund 75.000 Frauen neu, etwa jede achte Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen. Wird der Tumor früh entdeckt, sind die Heilungschancen gut.
Screening senkt die Sterblichkeit nachweislich
Eine im Juli 2025 vom Bundesgesundheitsministerium vorgestellte Studie mit Daten aus den Jahren 2009 bis 2018 kam zu dem Ergebnis, dass Teilnehmerinnen des Mammographie-Screenings 20 bis 30 Prozent seltener an Brustkrebs sterben als Frauen, die nicht teilnehmen. Seit Juli 2024 gilt das Programm nicht mehr nur bis 69, sondern bis einschließlich 75 Jahre.
Banner im einsA
Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Stocksley und einsA-Leiterin Sandra Allerdisse haben das Banner gemeinsam aufgehängt. Die rosa Schleife, international als „Pink Ribbon“ bekannt, soll im Oktober Aufmerksamkeit auf die Krankheit lenken, zur Früherkennung ermutigen und die Forschung unterstützen.

