Beim niedersächsischen Nachwuchs-Bandcontest Plattsounds entscheidet ab sofort das Publikum mit: Zwölf Bands mit plattdeutschen Songs stehen im Online-Voting. Abgestimmt wird bis Montag, 2. November 2026, auf www.plattsounds.de. Die Band mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis, der mit 300 Euro dotiert ist.
Von Emden bis Osnabrück: Wer im Rennen ist
Auch der Nordwesten ist vertreten. Aus Emden tritt das Duo MARTENS u. MARTENS an, bestehend aus Sven Martens und seinem Sohn Ben. Ihr Song „Leevlied an di“ erzählt von der Beziehung zwischen Vater und Sohn und von der begrenzten Zeit, die Eltern mit ihren Kindern verbringen. Aus Osnabrück ist Mel Robin mit Alternative dabei.
Insgesamt haben sich diese zwölf Acts für das Online-Voting qualifiziert:
- Broken Silence, Rock aus Barsinghausen
- Eythee, Ethereal Pop aus Lüneburg
- Die Garteninstrumente, Semi-Punk aus Bad Bevensen
- HeidRock, Rock und Heavy Metal aus Walsrode
- MARTENS u. MARTENS, Singer-Songwriter aus Emden
- Mel Robin, Alternative aus Osnabrück
- no decision, Indiepop aus Hannover
- Polar Orchid, melancholische und verträumte Songs aus Hildesheim und Braunschweig
- Rosebud, Punkrock aus Goslar
- Rubyn, Alternative Rap aus Loxstedt
- Sleepless in Suburbia, Pop, Punk und Alternative aus Einbeck
- Sturzflug, Punkrock aus Seesen
Plattdeutsch klingt nach Punk, Metal und Indie
Stilistisch ist das Feld breit aufgestellt: Pop und Rock sind ebenso vertreten wie Indie, Alternative, Punk und Metal. Inhaltlich geht es um Liebe und Freundschaft, um gesellschaftliche Fragen und mit einem Augenzwinkern auch um den ganz normalen Alltag. Das zeigen schon Songtitel wie „De Spöök vun güstern“, „Stikt joon Haas weg“ oder „Ik bün so gröön“.

Finale am 7. November in Schneverdingen
Unabhängig vom Publikumspreis fällt die Entscheidung über das beste plattdeutsche Lied des Jahres 2026 beim Finale, dem sogenannten Platt-Grandprix. Es findet am Samstag, 7. November 2026, im Kulturhaus Alte Schlachterei des Kulturvereins Schneverdingen statt. Die Finalisten spielen dort je einen Song auf Niederdeutsch, eine Jury aus der Plattdeutsch- und Plattsounds-Szene kürt den Sieger.
Neun Landschaften tragen den Wettbewerb
Plattsounds läuft in diesem Jahr zum 16. Mal. Hinter dem Wettbewerb stehen neun Landschaften und Landschaftsverbände aus Niedersachsen, die ihn im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) organisieren. Ausrichter 2026 ist der Lüneburgische Landschaftsverband, gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

