Mehrere Behörden haben am Dienstag in Dülmen gemeinsam den Verkehr kontrolliert. Polizei, Bundespolizei, Zoll und das Bundesamt für Logistik und Mobilität nahmen dabei nicht nur Verkehrsverstöße, sondern auch möglichen Schmuggel ins Visier.
Gemeinsame Kontrolle an B 67n und L 600
Die Kreispolizeibehörde Coesfeld hat am Dienstag zusammen mit der Kreispolizeibehörde Wesel, der Bundespolizei, dem Zoll und dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) eine großangelegte Verkehrskontrolle in Dülmen durchgeführt. Die Beamten konzentrierten sich entlang der B 67n und der L 600 auf mehrere Schwerpunkte: Eigentumskriminalität, Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung sowie mögliche Überladungen. Zusätzlich prüften die Einsatzkräfte den technischen Zustand der Fahrzeuge, die Fahrtüchtigkeit der Fahrer und die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorgaben.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung von grenzüberschreitendem Schmuggel und illegalem Warenverkehr. Hier brachten vor allem Bundespolizei und Zoll ihre Fachkenntnisse ein. Das Technische Hilfswerk Dülmen unterstützte die Kontrollen logistisch mit einem Zelt und technischer Ausrüstung.
Warum mehrere Behörden gemeinsam kontrollieren
Die Zusammenarbeit verschiedener Behörden soll Kontrollen effizienter machen: Durch die Bündelung von Fachwissen, Befugnissen und Informationen lassen sich Verkehrsverstöße und andere Straftaten gleichzeitig erkennen. Verdachtsmomente können so früher auffallen, abgestimmte Maßnahmen schneller eingeleitet werden.
Polizeihauptkommissar Frank Buschhüter erklärt: „Verkehrssicherheit und die Bekämpfung von Kriminalität gehören zusammen. Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Behörden können wir unterschiedliche Kontrollschwerpunkte miteinander verbinden und Verstöße sowie Straftaten gezielt aufdecken.“ Ziel sei es nicht nur, Gefahren im Straßenverkehr zu reduzieren, sondern auch zu verhindern, dass Fahrzeuge für Schmuggel oder andere Straftaten genutzt werden.
Die Bilanz des Einsatzes
Im Laufe der mehrstündigen Aktion kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 156 Fahrzeuge. Dabei stellten sie unter anderem Fahren unter Drogeneinfluss, Handynutzung am Steuer, Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie mangelhafte Ladungssicherung und Überladung fest. Die Beamten erstatteten Ordnungswidrigkeiten- und Strafanzeigen, erhoben Sicherheitsleistungen, untersagten in drei Fällen die Weiterfahrt und stellten einen Führerschein sicher.
Parallel dazu maßen die Kontrolleure die Geschwindigkeit von 181 Fahrzeugen. In 166 Fällen wird ein Verwarnungsgeld fällig, 15 Fahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen. Spitzenreiter des Tages: ein Fahrzeug, das bei erlaubten 70 km/h mit 102 km/h unterwegs war.
Bereits im Mai hatte ein ähnlicher Schwerpunkteinsatz stattgefunden. Die Erfahrungen daraus sollen in künftige gemeinsame Kontrollen einfließen – weitere Einsätze dieser Art sind bereits geplant.

