Bislang unveröffentlichte Dokumente zur jüdischen Geschichte Ostfrieslands stehen im Mittelpunkt eines kostenlosen Online-Vortrags am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 19 Uhr. Renate Evers, Direktorin der Sammlungen des Leo Baeck Institute (LBI) in New York, stellt live aus den USA die Arbeit des Instituts vor. Veranstalter sind die Regionale Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft und das LBI. Wer teilnehmen möchte, meldet sich per E-Mail an [email protected] an und bekommt dann den Zugangslink.
3,5 Millionen digitalisierte Seiten
Das Leo Baeck Institute sammelt und erschließt das deutschsprachige jüdische Erbe. Mehr als 3,5 Millionen Seiten aus seinen Beständen sind bereits digitalisiert, von seltenen Drucken aus der Renaissance über Schriften bekannter Gelehrter und Gemeindechroniken bis zu privaten Briefen. Damit zeigen die Bestände, wie Menschen aus ganz unterschiedlichen Schichten gelebt und ihre Zeit erlebt haben. Darüber hinaus fördert das Institut die Forschung zur deutsch-jüdischen Geschichte mit Ausstellungen, öffentlichen Veranstaltungen und der Unterstützung von Wissenschaftlern.
Die Referentin
Renate Evers ist gelernte Bibliothekarin und arbeitete zunächst an wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland, bevor sie über ein Austauschprogramm in die USA ging. Am LBI war sie drei Jahre Archivarin und fast 14 Jahre Leiterin der Bibliothek. Seit 2016 verantwortet sie als Direktorin die drei Sammlungsbereiche Archiv, Kunst und Bibliothek. 2022 schloss sie zudem ein Studium der Judaistik an der Columbia University ab.

