Der 23. Castortransport von Jülich nach Ahaus ist am frühen Mittwochmorgen sicher am Brennelemente-Zwischenlager angekommen. Auf der Strecke kam es zu einer Protestaktion auf einer Autobahnbrücke, bei der drei Personen vorübergehend festgenommen wurden.
Transport erreicht Ahaus mit Verzögerung
Der dreiundzwanzigste Castortransport aus Jülich ist am frühen Mittwochmorgen um 2:47 Uhr am Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus eingetroffen. Die Polizei Münster hatte den Transport, der planmäßig an der Jülicher Entsorgungsgesellschaft gestartet war, mit Einsatzkräften begleitet, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.
Während der Fahrt kam es zu einer Verzögerung: Verkehrsteilnehmende meldeten kletternde Personen mit einem Banner auf einer Brücke über der Autobahn 31, kurz hinter der Anschlussstelle Schermbeck. Zwei Mitglieder der Gruppe befanden sich dabei an der Außenseite der Brücke.
Polizei nimmt drei Personen in Gewahrsam
Zum Schutz der Beteiligten und des Transports nahm die Polizei drei Personen in Gewahrsam: einen 20-jährigen Mann sowie eine 37-jährige und eine 30-jährige Person, alle mit deutscher Staatsangehörigkeit. Gegen alle drei wird nun ein Strafverfahren eingeleitet.
Wegen der Protestaktion musste der Verkehr auf der Autobahn zeitweise umgeleitet werden. Nach Angaben der Polizei war die Sicherheit des Transports während der gesamten Fahrt gewährleistet. Nach der Verzögerung konnte der Castor seine Fahrt fortsetzen und sein Ziel erreichen.
Versammlungen verliefen friedlich
Im Vorfeld des Transports waren insgesamt drei Versammlungen angemeldet worden. In Ahaus fand eine Mahnwache mit elf Teilnehmenden statt, in Jülich versammelten sich bei zwei angezeigten Kundgebungen insgesamt sechs Personen. Alle Versammlungen verliefen nach Polizeiangaben friedlich.
Die begleitenden Verkehrsmaßnahmen entlang der gesamten Transportstrecke führten zu zeitweiligen Beeinträchtigungen für Autofahrerinnen und Autofahrer.

