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Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht in Osnabrück

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Am 9. November jährt sich die Pogromnacht von 1938, in der die Nationalsozialisten jüdische Mitbürger, Synagogen und Geschäfte angriffen. Zum Gedenken lädt das Gymnasium „In der Wüste“ Osnabrück zu einer öffentlichen Probe der diesjährigen Gedenkveranstaltung ein. Seit 26 Jahren übernehmen wechselnde Osnabrücker Schulen die Ausrichtung dieses Erinnerungstages.

Schüler erinnern an die Opfer der Pogromnacht

Am Montag, den 9. November, erinnert die Stadt Osnabrück erneut an die antijüdischen Pogrome vom 9. auf den 10. November 1938. In dieser Nacht setzten die Nationalsozialisten deutschlandweit Synagogen in Brand, zerstörten jüdische Geschäfte und misshandelten und ermordeten zahlreiche Menschen jüdischen Glaubens. Die Ereignisse gelten als einer der zentralen Wendepunkte auf dem Weg zum Holocaust.

Seit 26 Jahren übernehmen Osnabrücker Schulen abwechselnd die Verantwortung für die Gestaltung der städtischen Gedenkveranstaltung. In diesem Jahr ist das Gymnasium „In der Wüste“ an der Reihe. Die Schülerinnen und Schüler haben ein szenisches Spiel erarbeitet, das sich mit der Geschichte und den Folgen der Pogromnacht auseinandersetzt.

Öffentliche Probe in der Schlossaula

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Vorbereitungen der Jugendlichen hautnah miterleben: Am Montag, 9. November, um 16.30 Uhr öffnet die Aula des Osnabrücker Schlosses ihre Türen für eine öffentliche Probe der Aufführung. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Schulklassen als auch an alle Osnabrückerinnen und Osnabrücker, die sich mit der Erinnerungskultur der Stadt auseinandersetzen möchten.

Mit dem jährlichen Gedenken will die Stadt Osnabrück sicherstellen, dass die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit lebendig bleibt – insbesondere durch die aktive Einbindung junger Generationen. Die Zusammenarbeit mit Schulen soll dazu beitragen, dass Jugendliche sich intensiv mit der eigenen Stadtgeschichte und den Mechanismen von Ausgrenzung und Gewalt auseinandersetzen.

Teil einer langjährigen Tradition

Die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Pogromnacht hat in Osnabrück eine lange Tradition. Seit über zwei Jahrzehnten gestalten wechselnde Schulen das Programm und bringen so jedes Jahr neue Perspektiven auf die Geschichte ein. Die Veranstaltung des Gymnasiums „In der Wüste“ reiht sich in diese Tradition ein und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich kreativ und reflektiert mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen.

Die öffentliche Probe am 9. November bietet die Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit der Jugendlichen zu gewinnen, bevor die eigentliche Gedenkveranstaltung stattfindet.

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