Im Rathaus der Stadt Norden hängt wieder eine Erntekrone. Vertreterinnen und Vertreter des Landvolks und der Norder Küstenfrauen haben die gebundene Krone an Bürgermeister Florian Eiben übergeben, wie es dort jedes Jahr im Herbst Brauch ist. Eiben dankte für die Fortführung der Tradition. Die Krone erinnere daran, wie viel Arbeit und wie viel Abhängigkeit vom Wetter hinter den Lebensmitteln stecke.
Ein ordentliches Erntejahr trotz wechselhaften Wetters
Bei einer ostfriesischen Teetied zogen die Landwirte anschließend Bilanz. Das Wetter sei zwar wechselhaft gewesen, Regen und Sonne hätten aber ausgereicht, und die Ernte in der Region sei im Vergleich gut ausgefallen. Eine besondere Rolle spielt in Ostfriesland der Kartoffelanbau: Von hier aus werden nach Angaben der Landwirte Pflanzkartoffeln nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch in andere europäische Länder geliefert.

Schutzgebiete und Vorgaben machen den Betrieben Sorgen
Deutlich kritischer fiel der Blick auf die politischen Rahmenbedingungen aus. Den Höfen machen nach eigener Darstellung vor allem wachsende Auflagen zu schaffen, etwa beim Natur- und Gewässerschutz, sowie die Ausweisung weiterer Schutzgebiete. Landvolk und Küstenfrauen forderten, die Landwirtschaft früher in politische Entscheidungen einzubeziehen, und warben für eine enge Zusammenarbeit vor Ort.


