In Ankum sind am Mittwochabend zwei Zwölfjährige mit einem E-Scooter verunglückt, nachdem sie einen vorfahrtsberechtigten Skoda übersehen hatten. Der Sozius erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei weist auf gleich mehrere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung hin.
Unfallhergang an der Kreuzung Kastanienallee
Gegen 20.25 Uhr wollten die beiden Jungen die Kreuzung aus der Kastanienallee kommend geradeaus überqueren. Dabei übersah der zwölfjährige Fahrer offenbar einen von rechts kommenden, bevorrechtigten Skoda. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem beide Kinder zu Fall kamen. Der Fahrer des E-Scooters wurde leicht verletzt, sein gleichaltriger Mitfahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 57 Jahre alte Autofahrer blieb unverletzt.
Scooter ohne Versicherung und fragliche Zulassung
Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass für den E-Scooter kein gültiger Versicherungsschutz nachgewiesen werden konnte. Zudem bestehen Zweifel, ob das Fahrzeug überhaupt über eine Betriebserlaubnis für den öffentlichen Straßenverkehr verfügt. Damit kommen zu den Verkehrsverstößen weitere rechtliche Fragen hinzu, die nun geklärt werden müssen.
Polizei erinnert an die Regeln für E-Scooter
Die Polizeiinspektion Osnabrück nutzt den Unfall, um auf die geltenden Vorschriften hinzuweisen: E-Scooter dürfen im öffentlichen Straßenverkehr erst ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden. Die Mitnahme einer zweiten Person ist generell nicht erlaubt. Darüber hinaus müssen die Fahrzeuge den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und über einen gültigen Versicherungsschutz verfügen.
Die Beamten appellieren an Eltern, genau zu prüfen, welche E-Scooter ihre Kinder nutzen und ob diese tatsächlich für den Straßenverkehr zugelassen sind. Wichtig sei zudem, dass Kinder und Jugendliche die Verkehrsregeln kennen, an Kreuzungen besonders aufmerksam sind und bei Dunkelheit für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar unterwegs sind.
„Ein E-Scooter ist kein Spielzeug – falsche Einschätzungen und fehlende Aufmerksamkeit können schwere Folgen haben“, sagte Jannis Gervelmeyer, Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück.

