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Luftbild einer Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern

Demografie-Studie: Emsland wächst bis 2045 gegen den Bundestrend

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Während Deutschland bis 2045 voraussichtlich Einwohner verliert, dürfte der Landkreis Emsland weiter wachsen. Das geht aus der neuen Studie „Die demografische Lage der Nation“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot Stiftung hervor. Für das Emsland prognostiziert sie zwischen 2024 und 2045 ein Plus von 3,2 Prozent, bundesweit Rang 65. Deutschland insgesamt liegt bei minus 2,2 Prozent, Niedersachsen bei minus 2,5 Prozent.

Note 3,1 und Rang 94 von 400

Erstmals seit 2019 hat das Berlin-Institut alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland neu bewertet. Grundlage sind 26 Indikatoren aus Demografie, Wirtschaft, Bildung und sozialen Rahmenbedingungen, aus denen eine Gesamtnote nach dem Schulnotenprinzip entsteht. Das Emsland erreicht laut Landkreis eine 3,1 und liegt damit vor dem bundesweiten Mittelwert (Median) von 3,49. Im Ranking bedeutet das Platz 94 und damit das obere Viertel. Die Studie führt das Emsland als eine der erfolgreichen ländlichen Regionen im Westen Niedersachsens.

Weniger Erwerbstätige, deutlich mehr Ältere

Auch im Emsland altert die Bevölkerung. Die Zahl der Menschen zwischen 20 und 67 Jahren dürfte bis 2045 um etwa 2,8 Prozent sinken, die der über 67-Jährigen um rund 38,3 Prozent steigen. Mit diesem Anstieg liegt der Landkreis bundesweit auf Rang 13. Dass die Einwohnerzahl insgesamt trotzdem wächst, liegt vor allem an der Zuwanderung, denn wie fast überall sterben auch hier mehr Menschen, als geboren werden.

Strukturwandel als Risiko

Die Studie sieht das Emsland zugleich den Treibern des Strukturwandels vergleichsweise stark ausgesetzt: Abhängigkeit vom Handel, Automatisierung, Dekarbonisierung und die Entwicklung der Erwerbsbevölkerung. Landrat Marc-André Burgdorf zieht daraus den Schluss, dass es nun auf Innovation, Qualifizierung und die Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Stärken ankomme. Das Emsland starte aus einer guten Position, müsse seine Potenziale aber richtig einsetzen.

Die vollständige Studie ist auf der Website des Berlin-Instituts abrufbar.

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