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Kreis Borken: 122 km/h statt 70 bei Blitzmarathon

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Die Polizei im Kreis Borken hat in der vergangenen Woche an 21 Messstellen die Geschwindigkeit von über 5500 Fahrzeugen kontrolliert. Dabei kam es zu teils drastischen Geschwindigkeitsüberschreitungen, die nun empfindliche Konsequenzen für die betroffenen Fahrer nach sich ziehen.

Raser mit fast doppelter Höchstgeschwindigkeit erwischt

Auf dem Amtsvennweg in Gronau maß der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken einen Pkw mit 122 km/h – erlaubt sind dort maximal 70 km/h. Der Fahrer muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen, darunter voraussichtlich ein Fahrverbot. Der Vorfall war einer von mehreren besonders gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitungen, die bei den Kontrollen in der vergangenen Woche registriert wurden.

Insgesamt überwachte die Polizei an 21 Messstellen im gesamten Kreisgebiet das Tempo von 5519 Fahrzeugen. Rund sieben Prozent der kontrollierten Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs. Die Bilanz: 72 Ordnungswidrigkeitenverfahren, 316 Verwarngelder und ein Fahrverbot.

Weitere Spitzenreiter im Nord- und Südkreis

Auch in anderen Städten des Kreises fielen Fahrer durch deutlich überhöhtes Tempo auf. In Stadtlohn wurde auf der Vredener Straße bei erlaubten 50 km/h eine Geschwindigkeit von 66 km/h gemessen. Im Südkreis registrierte die Polizei auf der Werther Straße in Bocholt ein Fahrzeug mit 110 km/h – erlaubt sind dort 70 km/h. Noch deutlicher fiel die Überschreitung in Raesfeld-Erle aus: Auf der Schermbecker Straße war ein Autofahrer mit 50 km/h unterwegs, obwohl dort lediglich 30 km/h zulässig sind.

Diese Beispiele zeigen laut Polizei, dass überhöhte Geschwindigkeit weiterhin ein verbreitetes Problem im Straßenverkehr des Kreises Borken darstellt – mit teils erheblichem Gefährdungspotenzial für alle Verkehrsteilnehmer.

Tempo weiterhin Hauptunfallursache

Nach Einschätzung der Kreispolizeibehörde Borken zählen überhöhte Geschwindigkeit und Raserei nach wie vor zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle in der Region. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unfallfolgen – auch für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer, etwa Fußgänger oder Radfahrer, die durch zu schnell fahrende Autos gefährdet werden.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, kündigte die Polizei an, ihre Geschwindigkeitskontrollen auch in der kommenden Woche fortzusetzen. Die Messstellen sollen dabei weiterhin über das gesamte Kreisgebiet verteilt und an wechselnden Standorten eingerichtet werden, um ein möglichst breites Bild der Verkehrssituation zu erhalten und gefährliche Raser frühzeitig zu identifizieren.

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