Der Campus on Wheels, das mobile Innovationszentrum des Landkreises Grafschaft Bentheim, ist zum ersten Mal offiziell bei einer Veranstaltung gefahren. Bei der Kinderstadt NOHhausen in Nordhorn druckten Kinder mit seiner Hilfe eigene Schlüsselanhänger. Schulen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen können den E-Transporter seit August 2026 buchen, Ansprechpartner ist Nils Walterbach, Innovationsmanager des Campus Berufliche Bildung (CBB), unter Telefon 05921 96 1772 oder [email protected].
Vom Entwurf zum Verkaufsprodukt
Rund 80 Kinder der Klassen 4 bis 6 bauten vom 13. bis 16. Oktober 2026 an der Gewerblichen Berufsbildenden Schule (GBS) Nordhorn ihre eigene kleine Stadt auf. Die Kinderstadt organisiert die Stadt Nordhorn seit 2009 jedes Jahr in den Herbstferien. Die Kinder arbeiten in eigenen Betrieben, übernehmen Aufgaben und entscheiden über das Zusammenleben mit. An der 3D-Druck-Station, die GBS-Lehrer Tobias Gellink betreute, entwarfen sie Schlüsselanhänger am Computer, druckten sie aus und verkauften sie anschließend gegen NOH-Geld.

Daneben durften die Kinder einen kollaborierenden Industrieroboter vom Typ UR3e programmieren. Der sogenannte Cobot sortierte Bausteine und fertigte Zeichnungen an. Landrat Uwe Fietzek sieht in solchen Erlebnissen eine Chance, früh Interesse an technischen und digitalen Berufen zu wecken.
Was im Transporter steckt
An Bord sind 3D-Drucker, eine CNC-Fräse, 3D-Scanner, Werkbänke sowie mechanisches und elektronisches Werkzeug. Ein Medienbereich mit Laptops und Tablets ermöglicht Videoschnitt und computergestütztes Konstruieren (CAD). In einem kleinen Recycling-Labor mit Schredder und Extrusionsmaschinen lässt sich zeigen, wie aus altem Kunststoff neues Material wird. Workshops sind außerdem zu Robotik, künstlicher Intelligenz, Prototyping und Virtual Reality möglich. Den Strom liefern Solarpaneele, das Fahrzeug kann also unabhängig vom Netz eingesetzt werden.

Auch im Emsland unterwegs
Der Campus on Wheels ist nicht auf die Grafschaft beschränkt. Im Landkreis Emsland kommt er etwa bei Berufsmessen und beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ zum Einsatz. Das mobile Angebot ist ein Vorläufer des geplanten Innovationszentrums des CBB in Nordhorn.

