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Museumsdirektor Dr. Torsten W. Müller hält den neuen Sammelband Neue Heimat Niedersachsen in den Händen

Holzkirche zieht ins Museumsdorf: Neuer Band über Bauten für Vertriebene in Niedersachsen

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Eine hölzerne Notkirche aus dem Jahr 1964, errichtet in Schönebeck bei Bremen, soll künftig im Museumsdorf Cloppenburg stehen. Ihr Umzug ist der Ausgangspunkt eines neuen Sammelbands, der sich mit einem oft übersehenen Teil der Nachkriegsgeschichte beschäftigt: den Gebäuden, die nach 1945 für Flüchtlinge und Vertriebene gebaut wurden.

1,8 Millionen Menschen, kaum noch Spuren

Rund 1,8 Millionen Menschen kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in das Gebiet des heutigen Niedersachsen. Für sie entstanden in kurzer Zeit Notunterkünfte, ganze Siedlungen, Kirchen und Infrastruktur. Viele dieser Bauten haben Orte über Jahrzehnte geprägt. Heute sind viele davon abgerissen oder vom Verfall bedroht.

Wie bewahrt man Nachkriegsarchitektur?

Die Autorinnen und Autoren schildern, wie diese Gebäude entstanden, wie sie genutzt wurden und welche Bedeutung sie hatten. Zugleich geht es um die Frage, wie solche Zeugnisse erhalten und im Museum vermittelt werden können. Die Beiträge beruhen auf einer Fachtagung, die das Museumsdorf im November 2025 gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa aus Oldenburg ausgerichtet hat.

Das Buch

Torsten W. Müller, Beate Störtkuhl, Matthias Weber (Hrsg.): Neue Heimat Niedersachsen? Bauten für Vertriebene und Flüchtlinge nach 1945 und ihre Musealisierung. Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Band 93, zugleich Kataloge und Schriften des Museumsdorfs Cloppenburg, Band 39. 192 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 978-3-11-225682-4.

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