Sechs Jahre lang hat Leon Dosquet für den SC Spelle-Venhaus gespielt, am Freitag, 23. Oktober 2026, sitzt er im Getränke Hoffmann Stadion in der Gästekabine. Der 27-Jährige ist Ende August zum Oberliga-Aufsteiger Vorwärts Nordhorn gewechselt und trifft nun erstmals auf seinen alten Verein. Anpfiff ist um 19:30 Uhr.
151 Pflichtspiele für Spelle
Der Defensivspieler, dessen Vater Frank ebenfalls schon für den SCSV spielte, kam auf 151 Pflichtspiele für die Schwarz-Weißen. Zu Saisonbeginn stand er noch viermal im Kader von Trainer Henry Hupe. Weil er für sich keine Perspektive mehr sah, entschied er sich für den Wechsel in die Grafschaft. Die Rückkehr sei für ihn etwas Besonderes, sagt der Student. Zu vielen früheren Mitspielern hält er weiter Kontakt.
Verletzungen bremsen den Neustart
Sportlich lief es in Nordhorn bisher nicht rund. Schon im ersten Spiel, beim 1:4 gegen den BSV Rehden, musste Dosquet mit einem Faserriss vom Platz und fiel danach zwei Partien aus. Nach drei weiteren Einsätzen machten ihm muskuläre Probleme zu schaffen. Gegen den TuS Bersenbrück und Germania Egestorf-Langreder stand er nicht im Kader. Seine Chancen auf einen Einsatz am Freitag schätzt er auf 50:50. Ein paar Minuten auf dem Platz wären ihm schon recht.
Aufsteiger mit unbequemem Spielstil
Bei Vorwärts fühlt sich Dosquet gut aufgenommen. Das Umfeld sei ähnlich familiär wie in Spelle, einige Mitspieler kannte er schon, etwa Niklas Harms-Ensink, der in der vergangenen Hinrunde noch für Spelle auflief, und Tom Hopp aus gemeinsamen Zeiten im JLZ Emsland. Über Interna will er vor dem Derby nichts verraten. Nur so viel: Wenn Vorwärts gut im Spiel sei, mache es dem Gegner keinen Spaß. Der Aufsteiger steht nach elf Spielen mit zwölf Punkten auf Platz zehn.

