Unbekannte sind in der Nacht von Dienstag, 13., auf Mittwoch, 14. Oktober 2026, auf das Gelände des Abwasserwerks der Gemeinde Steinfeld an der Dinklager Straße eingedrungen. Sie stahlen Kupferkabel und beschädigten dabei die Strom- und die Notstromversorgung, sodass die Klärung kurzzeitig ausfiel. Das berichtete Bürgermeister Sebastian Gehrold in der Ratssitzung am Dienstag, 20. Oktober.
Bauarbeiten verzögern sich um bis zu zwei Monate
Eine genaue Schadenssumme gibt es noch nicht, die Betriebsleitung rechnet aber mit bis zu sechsstelligen Kosten. Nach bisherigem Stand ist kein Umweltschaden entstanden. Ärgerlich ist der Einbruch auch deshalb, weil auf der Kläranlage derzeit gebaut wird: Die Arbeiten verzögern sich voraussichtlich um ein bis zwei Monate. Die Polizei in Vechta ermittelt.
14,3 Millionen Euro Kreditrahmen
Der Rat beschloss in derselben Sitzung den ersten Nachtragshaushalt für 2026, den der Verwaltungsausschuss zuvor beraten hatte. Der Ergebnishaushalt weist einen Fehlbetrag von 283.900 Euro aus, die Gemeinde darf Kredite bis zu 14,3 Millionen Euro aufnehmen. Neu eingeplant sind unter anderem 135.000 Euro an zusätzlichen Zuschüssen für den Mensa-Anbau des Kindergartens St. Antonius in Mühlen. Für das Abwasserwerk sinkt die Kreditermächtigung auf 2.447.650 Euro, Liquiditätskredite sind bis 600.000 Euro möglich. Auch das Investitionsprogramm bis 2029 wurde fortgeschrieben.
Neues Feuerwehrauto und teurere Flutlichtanlage
Der Verwaltungsausschuss gab außerdem grünes Licht für ein Pritschenfahrzeug mit Doppelkabine für die Freiwillige Feuerwehr Steinfeld. Es kostet 74.375 Euro, das Geld steht im Haushalt bereit. Für die Flutlichtanlage auf Platz 1 des Falkenstadions bewilligte der Ausschuss 69.000 Euro mehr als geplant. Darin enthalten sind Elektroarbeiten, die schon für die anschließend gebaute Laufbahn nötig sind. Die Anlage kostet damit insgesamt rund 273.200 Euro, der SV Falke Steinfeld rechnet mit rund 56.000 Euro Förderung vom Kreissportbund.
Gewerbeflächen, Beschwerden und Ehrungen
Weiter stimmte der Rat dem Verkauf mehrerer Gewerbeflächen im Gewerbegebiet „Handorfer Straße II“ zu und fasste Beschlüsse zu Bauleitplänen in Mühlen. Gehrold berichtete zudem über die 15 Beschwerden, die in seiner bisherigen Amtszeit bei der Kommunalaufsicht des Landkreises Vechta eingegangen sind. Förmlich beanstandet habe die Aufsicht in keinem Fall, ihre Empfehlungen habe die Gemeinde umgesetzt.
Zum Abschluss verabschiedeten Ratsvorsitzender Roland Bünnemeyer und Gehrold die ausscheidenden Ratsmitglieder mit einer Ehrenurkunde. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund zeichnete mehrere langjährige Ratsmitglieder aus, Thomas Meyer und Christian Katzer erhielten die Ehrennadel in Gold. Hubert Pille und Peter Harpenau werden für 30 Jahre im Rat noch gesondert geehrt.

