Welches Spielzeug wird gekauft, wird heute gesungen oder vorgelesen? Über solche Fragen entscheiden Kinder in elf Cloppenburger Kitas und Grundschulen ab sofort selbst, an einer eigenen Abstimmungssäule. Die Stadt hat die Geräte aus dem Budget des Audits „Familiengerechte Kommune“ finanziert.
Ein Ball, eine Stimme
Die Holzsäulen sind etwa 1,20 Meter hoch und haben drei durchsichtige Röhren. Jede Röhre steht für eine Antwort und ist mit Smileys oder Symbolen markiert, damit auch Kinder abstimmen können, die noch nicht lesen. Wer abstimmt, wirft einen Tischtennisball in die Röhre seiner Wahl, die Mehrheit entscheidet. So erleben die Kinder, dass ihre Meinung zählt, und lernen gleichzeitig, eine Entscheidung zu akzeptieren, die nicht in ihrem Sinn ausgefallen ist.
Aus einer Kita-Idee wurde ein stadtweites Projekt
Die Idee stammt von Sabine Siefer, Leiterin der Kita „Du & Ich“, die die Säulen im Internet entdeckt und während der Cloppenburger Demokratie- und Toleranzwoche vorgeschlagen hatte. Bezahlen konnte ihre Kita das Gerät nicht. Marion Heidkamp vom Audit „Familiengerechte Kommune“ und Daniela Hölscher von der Initiative Prävention suchten daraufhin nach einer Finanzierung für alle interessierten Einrichtungen der Stadt.
Diese Einrichtungen machen mit
Die Kitas „Du & Ich“, Löwenzahn, Abenteuerland, Weltentdecker, Sonnenblume und Schatzkiste sowie die Grundschulen St. Andreas, St. Augustinus, Antonius-von-Padua in Bethen, die Wallschule und die Paul-Gerhardt-Schule.
Auf dem Foto probieren die Säule aus (von links): Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Kita-Leiterin Sabine Siefer, Daniela Hölscher, Marion Heidkamp und Fachbereichsleiter Egon Meyer-Pölking.

