Deutsche Unternehmen erkennen den Veränderungsdruck durch Technologie, Geopolitik, Regulierung und Demografie, tun sich aber schwer, darauf zu reagieren. Das ist das zentrale Ergebnis des neuen „Transformationsindex Deutschland“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Nach der Auswertung hat jedes zweite Unternehmen ein sogenanntes Transformationsdefizit.
Technologie ist Treiber und Hürde zugleich
Am deutlichsten zeigt sich die Lücke bei neuen Technologien: Viele Firmen schaffen es nicht, sie schnell genug in Abläufe und Geschäftsmodelle einzubauen. Erfolgreicher sind laut Studie Unternehmen, die datenbasiert entscheiden, Innovation fördern und ihre Prioritäten flexibel anpassen. Investiert wird vor allem in Cybersicherheit (59 Prozent der Unternehmen), Qualitätssicherung (39 Prozent) und Energie sowie Klimaschutz (36 Prozent).
Rund ein Drittel der Unternehmen arbeitet bislang nicht systematisch mit Start-ups, Hochschulen oder anderen Partnern zusammen, obwohl solche Kooperationen die Anpassungsfähigkeit nachweislich stärken, so PwC. Der Index verbindet eine Befragung von Unternehmensentscheidern mit gesamtwirtschaftlichen Daten und soll künftig halbjährlich erscheinen. Angaben zur Zahl der Befragten macht die Mitteilung nicht.

