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Adrian Lenz vom SC Spelle-Venhaus im Derby gegen Vorwärts Nordhorn

Nach dem Derby: Hupe und Maier finden das 2:2 zwischen Spelle und Nordhorn gerecht

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Digitale Realität

Auf dem Platz ging es hitzig zu, nach dem Schlusspfiff war man sich einig: Das 2:2 zwischen dem SC Spelle-Venhaus und Vorwärts Nordhorn am Freitag, 23. Oktober, war für beide Trainer ein gerechtes Ergebnis. Es war das erste Pflichtspiel der beiden Klubs seit 14 Jahren.

Reibereien an der Seitenlinie, Telefonnummern nach dem Spiel

Auch zwischen den Bänken sei es während der Partie zur Sache gegangen, räumte SCSV-Coach Henry Hupe ein. „Aber das gehört bei einem Derby dazu.“ Nach dem Spiel tauschte er mit seinem Nordhorner Kollegen Viktor Maier die Telefonnummern aus.

Heftiger Regen, starke Windböen und ein tiefer Rasen machten es beiden Teams schwer. Hupe hätte lieber auf Kunstrasen gespielt, weil auf solchem Boden der Zufall eine größere Rolle spiele.

Maier: „Viel zu viel Aufwand für ein Tor“

Nordhorn wollte mutig auftreten und Spelle früh aus dem Rhythmus bringen, schilderte Maier. Die erste Chance zum 1:0 habe sein Team gehabt, getroffen habe aber Spelle nach einem Aufbaufehler der Gäste. Hupe sah die Partie an dieser Stelle auf der Kippe: Ein zweites Speller Tor hätte das Spiel aus seiner Sicht entschieden, ein drittes Nordhorner Tor nach der 2:1-Führung der Gäste aber ebenso.

Nach der Pause setzte Nordhorn auf Zweikampfstärke und frühe Ballgewinne. Den Elfmeter zum 1:1 verwandelte Kyle Godwin Houdegle, Kai-Uwe Löpker brachte die Gäste per Fernschuss in Front. Maier zählte vier Großchancen für sein Team und benannte ein Problem der vergangenen Wochen: „Wir müssen viel zu viel Aufwand betreiben, um ein Tor zu erzielen.“

Hupe nimmt sein Team in Schutz

Nach dem Ausgleich durch Adrian Lenz drückte Spelle auf den dritten Heimsieg und hatte gute Möglichkeiten. Ein später Siegtreffer wäre laut Hupe nicht unverdient gewesen, unterm Strich sei das Remis aber für beide in Ordnung. Ärgerlich sei es trotzdem. „Den Jungs kann ich überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie haben alles auf dem Platz gelassen.“

Aufsteiger mit klarem Ziel

Vorwärts Nordhorn hat in dieser Saison bereits gegen Wilhelmshaven und Braunschweig gepunktet und Hildesheim geschlagen, kassierte aber auch zwei 0:5-Niederlagen gegen Heeslingen und Bersenbrück. „Wir sind eine junge Truppe, Neulinge in der Liga. Für uns zählt jeder Punkt“, sagte Maier. Das Ziel sei allein der Klassenerhalt.

Bersenbrück ist auch Speller nächster Gegner: am Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr im Getränke Hoffmann Stadion. Gegen Vorwärts Nordhorn hat Spelle seit mehr als 25 Jahren kein Punktspiel verloren.

Maier spielte schon 2007 in Spelle, neben Toni Kroos

Für Viktor Maier war es nicht der erste Auftritt in Spelle. Am 21. März 2007 stand der heute 36-Jährige mit der deutschen U17-Nationalmannschaft beim 4:1 gegen Griechenland in der EM-Qualifikation im Speller Stadion auf dem Platz, an der Seite von Toni Kroos. Für den DFB-Nachwuchs bestritt er elf Spiele, für die A-Nationalmannschaft Kirgisistans 23 Partien, darunter Einsätze bei der Asienmeisterschaft.

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