Am Mittwoch, 28. Oktober, steht Hanjo Vocks erstmals seit seinem Abschied im Sommer 2024 wieder als Gegner im Getränke Hoffmann Stadion. Um 19.30 Uhr trifft er mit dem TuS Bersenbrück in der Oberliga auf den SC Spelle-Venhaus, den Verein, den er bis in die Regionalliga geführt hat. Für ihn sei das etwas ganz Besonderes, sagt Vocks, weil er viele Menschen wiedersehe, die er schätze.
Vom Co-Trainer zum Aufstiegstrainer
Der Lingener war 2017/18 Co-Trainer in Spelle und kehrte im Oktober 2018 als Cheftrainer zurück. In 156 Pflichtspielen machte er den SCSV gemeinsam mit dem damaligen Sportlichen Leiter Markus Schütte zur Nummer zwei im Emsländer Fußball hinter dem SV Meppen. Höhepunkt war der Aufstieg in die Regionalliga, wo beide Klubs in der Saison 2023/24 gemeinsam spielten. Schütte, heute Sprecher des Leitungsteams der Fußballabteilung, kennt Vocks noch aus gemeinsamen Jugendtagen beim TuS Lingen. Die beiden stehen bis heute in Kontakt.
Vocks spricht von einer prägenden, sehr intensiven Zeit, auch wegen der Corona-Jahre und der Pokal-Chancen, die am Ende nicht für den DFB-Pokal reichten. Er betont, den Verein im Guten verlassen zu haben.
Ein Dutzend alte Bekannte im Speller Kader
Zwölf Spieler aus dem heutigen Aufgebot von Henry Hupe hat Vocks noch selbst trainiert: Mattis Niemann, Bernd Lichtenstein, Adrian Lenz, Janik Jesgarzewski, Jan-Luca Ahillen, die Brüder Anton, Jan und Artem Popov, Steffen Schepers, Niklas Oswald, Steffen Wranik und Tom Winnemöller. Auch nach seinem Abschied war er mehrfach als Zuschauer in Spelle, zuletzt beim Niedersachsenpokal-Sieg gegen Lüneburg.
Zwei Jahre Pause, dann Bersenbrück
Nach Spelle nahm sich Vocks, der zuvor im damaligen JLZ Emsland und im Nachwuchsleistungszentrum des VfL Osnabrück gearbeitet hatte, zwei Jahre Auszeit. Angebote habe es gegeben, er habe aber auf ein passendes Gesamtpaket gewartet. „Ich wollte wirklich Bock darauf haben“, sagt er. Seit dieser Saison trainiert er den TuS Bersenbrück.
Gegen den Verein aus dem Landkreis Osnabrück setzte sich Spelle 2023 im Oberliga-Titelkampf durch, verlor aber das NFV-Pokalfinale 0:3. Bersenbrück steht wie der SCSV im Halbfinale des Niedersachsenpokals und hat dort Heimrecht.
Die Ausgangslage vor dem Spiel
Bersenbrück liegt mit 16 Punkten auf Platz neun und verlor am Freitag nach drei Pflichtspielsiegen in Serie zu Hause 0:4 gegen den FC Verden. Spelle rutschte nach dem 2:2 gegen Aufsteiger Vorwärts Nordhorn mit 22 Punkten auf Rang vier. Tabellenführer Eintracht Braunschweig II hat vier Punkte mehr, der SV Wilhelmshaven auf Platz zwei zwei Punkte mehr.

