Anzeige
Img728x90 neue standardbanner new tde 1742992361697
Besucherinnen und Besucher gehen durch eine lange Galerie mit Gemälden an den Wänden

Museumsquartier Osnabrück im November: Neue Nussbaum-Ausstellung, Gedenken und ein Abend zum Emslandplan

Anzeige

Wer im November ins Felix-Nussbaum-Haus will, muss sich bis zum 22. gedulden: Vom 2. bis einschließlich 21. November 2026 bleibt das Haus wegen des Ausstellungsumbaus geschlossen. Das Kulturgeschichtliche Museum und die Villa_ sind in dieser Zeit weiter geöffnet. Am Sonntag, 22. November, eröffnet das Museumsquartier Osnabrück dann die neue Ausstellung „Felix Nussbaum. Maskeraden“. Bis dahin und darüber hinaus gibt es ein dichtes Programm aus Vorträgen, Führungen und Angeboten für Kinder.

„Maskeraden“: Nussbaum neben Dix, Beckmann und Höch

Die Ausstellung folgt einem Motiv, das sich durch Nussbaums ganzes Werk zieht: Masken, Verkleidungen und Grimassen. Sie reicht von seinen frühen Berliner Jahren über das Exil bis zu einem seiner letzten Selbstbildnisse, in dem er die Maske ablegt. Zum ersten Mal hängen diese Arbeiten neben Gemälden und Grafiken von Max Beckmann, Otto Dix, James Ensor, Lea Grundig, Hannah Höch, Karl Hofer, Emil Nolde und anderen. Gezeigt wird, wie Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf eine immer bedrohlichere politische Lage reagierte.

Die Eröffnung am 22. November beginnt um 11:30 Uhr. Die Sitzplätze sind begrenzt, von 11 bis 14 Uhr gibt es eine Kinderbetreuung. Um 14 und 15 Uhr folgen kostenlose Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl, Treffpunkt ist die Museumskasse. Wer tiefer einsteigen will, kann am Donnerstag, 3. Dezember, um 16:30 Uhr an einer Kuratorinnenführung teilnehmen (4 Euro plus Eintritt, Anmeldung nötig).

Erinnern an die NS-Zeit

Zum Jahrestag der Novemberpogrome führt am Montag, 9. November, um 16:30 Uhr ein kostenloser Stadtrundgang zu Stätten nationalsozialistischer Gewalt in der Innenstadt. Ausgangspunkt ist die Villa_, der frühere Sitz der NSDAP-Kreisleitung, Treffpunkt der Eingang des Felix-Nussbaum-Hauses.

Am Donnerstag, 12. November, um 18:30 Uhr spricht Dr. Eva Berger anhand einer Filmdokumentation über den Antiquitätenhändler Otto Meyer und seine Stationen in Osnabrück, Berlin und Amsterdam (3 Euro, unter 18 frei).

Am Montag, 16. November, um 18:30 Uhr geht es im Saal der Volkshochschule an der Bergstraße 8 um Nanette Blitz, Camilla Spira und Hans Calmeyer. Der aus Osnabrück stammende Calmeyer entschied in der deutschen Besatzungsverwaltung in Den Haag über sogenannte rassische Zweifelsfälle und rettete so mindestens 3.000 Menschen. Bei der Schauspielerin Spira entschied er für sie, bei Anne Franks Schulfreundin Blitz gegen sie. Darüber sprechen die Anne-Frank-Biografin Melissa Müller, Calmeyer-Biograf Dr. Mathias Middelberg und Spiras Enkelin Beatrice Loeb. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter gstoo.de/spira-blitz wird gebeten.

Emslandplan: Wie das Armenhaus der Republik umgebaut wurde

Auch für Leser im Emsland lohnt der Blick nach Osnabrück: Am Donnerstag, 19. November, um 18:30 Uhr erzählt der Historiker Christof Spannhoff in der Reihe „Geschichte konkret“ die Geschichte des Emslandplans. Der Bundestag beschloss ihn am 5. Mai 1950 einstimmig, als das Emsland mit Mooren, Heide, fehlenden Straßen und kaum Industrie als Armenhaus der Republik galt. Über vier Jahrzehnte wurden Moore kultiviert, Straßen und Siedlungen gebaut und Betriebe angesiedelt. Der Eintritt ist frei.

Für Familien, Leser und Familienforscher

Anmeldungen für die Führungen und die Kinderangebote nimmt das Museumsquartier per E-Mail an [email protected] entgegen. Das Museumsquartier liegt an der Lotter Straße 2, Telefon 0541 323-2237, weitere Informationen auf museumsquartier-osnabrueck.de.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel