Ein 18-jähriger E-Scooter-Fahrer ist am Dienstagabend in Melle-Westerhausen schwer verletzt worden. Er war vor einer zivilen Polizeistreife geflüchtet und mit einem Jeep zusammengestoßen. Wie sich zeigte, war sein Roller nicht zugelassen und trug ein falsches Kennzeichen.
Flucht vor der Kontrolle endet im Zusammenstoß
Der Unfall ereignete sich gegen 18:50 Uhr auf der Osnabrücker Straße in Höhe eines Supermarktes. Eine zivile Polizeistreife wollte den 18-jährigen Meller auf dem Parkplatz des Marktes kontrollieren. Die Beamten stellten ihr Fahrzeug hinter dem E-Scooter ab, stiegen aus und gaben sich als Polizisten zu erkennen.
Daraufhin stieg der junge Mann plötzlich auf seinen Roller und fuhr in Richtung Osnabrücker Straße davon. Nach Angaben der Polizei bog er dabei ungebremst und ohne auf den fließenden Verkehr zu achten auf die Straße ein. Er missachtete die Vorfahrt eines von links kommenden Jeeps, es kam zum Zusammenstoß.
Schwer verletzt ins Krankenhaus
Der 18-Jährige wurde bei der Kollision schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Die 49-jährige Fahrerin des Jeeps, ebenfalls aus Melle, blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Zur Höhe machte die Polizei keine Angaben.
Nicht zugelassener Roller mit falschem Kennzeichen
Die ersten Ermittlungen brachten weitere Auffälligkeiten ans Licht. Bei dem E-Scooter handelt es sich um ein Importfahrzeug, das nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist. Es erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h. Zudem war am Roller ein falsches Kennzeichen angebracht.
Die Polizei ermittelt nun gegen den 18-Jährigen, unter anderem wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

