Hesepe/Nordhorn. Ein beispielhaftes Kooperationsprojekt haben die Stadt Nordhorn und die Lebenshilfe für die Grafschaft in Hesepe realisiert: Auf einer Waldfläche wurden 1.500 neue Bäume gepflanzt, um die ökologische Vielfalt zu erhöhen und den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.
Handarbeit für den guten Zweck
Die Pflanzaktion wurde von Beschäftigten der Lebenshilfe durchgeführt, die in Handarbeit die jungen Bäume in den Waldboden setzten. Zuvor musste der dichte Unterbewuchs entfernt werden, um den Neuankömmlingen ausreichend Licht und Wasser zu verschaffen. Dabei wurde insbesondere die invasive spätblühende Traubenkirsche zurückgedrängt, die sich in dem Wäldchen stark ausgebreitet hatte.
Vom Kiefernwald zum klimastabilen Mischwald
Ziel der Maßnahme ist es, den bestehenden Kiefernwald in einen klimaangepassten, ökologisch stabilen und artenreichen Mischwald umzuwandeln. Dafür wurden verschiedene Baumarten wie Winterlinde, Esskastanie, Spitz- und Bergahorn, Rotbuche, Wildapfel und Vogelkirsche gepflanzt.
Ausgleichsmaßnahme für die Stadt Nordhorn
Die Aufforstung dient der Stadt Nordhorn als Kompensationsmaßnahme. Wenn beispielsweise für neue Baugebiete Waldflächen gerodet werden müssen, muss an anderer Stelle für Ersatz gesorgt werden.
Win-win-Situation für alle Beteiligten
„Für die Beschäftigten der Gartengruppe der Lebenshilfe sind die Arbeiten im Wald sinnvolle und gleichzeitig inhaltlich wertvolle Tätigkeiten“, resümiert Gruppenleiter Gerd Holtwessels. Bezirksförsterin Monika Voges von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigte sich ebenfalls erfreut über das Ergebnis: „Besonders freut mich, dass der wertvolle Waldboden nicht mit schweren Maschinen befahren werden musste.“
Ein Blick in die Zukunft
Obwohl die Pflanzaktion erfolgreich abgeschlossen wurde, ist die Arbeit noch nicht getan. In den kommenden Jahren müssen die jungen Bäume möglicherweise noch einmal von der Traubenkirsche freigeschnitten werden. Mittelfristig sollen die neuen Bäume die Traubenkirsche jedoch auf natürliche Weise zurückdrängen.
Die Stadt Nordhorn und die Lebenshilfe haben mit diesem Projekt gezeigt, wie wichtig Kooperation und Engagement für den Umweltschutz sind. Durch die Aufforstung in Hesepe wurde ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt in der Region geleistet.
Hinweis: Das beigefügte Foto zeigt die Beteiligten bei der Begutachtung der Pflanzaktion.
