Bersenbrück – Wenn am Dienstagabend um 20 Uhr das Flutlicht im Hasestadion angeht, ist Derby-Zeit angesagt: Der SC Spelle-Venhaus trifft auf den Weser-Ems-Rivalen TuS Bersenbrück – ein Duell mit Spannungsgarantie und Tabellennachbarschaft. Beide Teams sind in der Oberliga eng beieinander: Der TuS steht mit 50 Punkten auf Rang vier, Spelle folgt als Sechster mit 48 Zählern.
Derby mit Mini-Chance
Auch wenn der Aufstieg in weite Ferne gerückt ist – Spitzenreiter HSC Hannover (58 Punkte) und Verfolger FSV Schöningen (57 Punkte) haben sich bereits etwas abgesetzt – bleibt dem Sieger der Partie zumindest theoretisch noch ein Fünkchen Hoffnung. „Das ist eine coole Aufgabe und eine echte Herausforderung“, sagt Spelles Coach Tobias Harink, der Bersenbrück als individuell starkes Team mit gefährlichen Einzelspielern beschreibt.
Wiedersehen mit Ex-Spellern
Brisanz bekommt das Spiel auch durch die Personalien: Moritz Waldow, Marcel Ruschmeier und Patrick Siemer, drei frühere SCSV-Spieler, stehen inzwischen im Kader des TuS. Top-Torjäger ist Markus Lührmann (16 Treffer), dicht gefolgt von Michel Eickschläger (13), der zuletzt beim 4:1 gegen Celle vier Tore erzielte. Auch der Ex-Profi Marcos Alvarez ist mit sieben Saisontreffern brandgefährlich.
Hinspiel: Spektakel vor großer Kulisse
Das Hinspiel in Spelle war ein Fußballfest: 4:2 siegte der SCSV vor 646 Fans – bei typischer Derby-Atmosphäre unter Flutlicht. Nun will das Team trotz angespannter Personallage erneut punkten. Schepers, Popov und Elpermann fehlen weiterhin, bei Winnemöller, Landwehr und Höpfner ist der Einsatz fraglich. Dennoch zeigt sich Harink kämpferisch: „Wir haben in den letzten Spielen bewiesen, dass wir auch mit knappem Kader gut abliefern können.“
Der TuS Bersenbrück geht als heimstärkstes Team der Liga in die Partie – 33 Punkte aus 15 Heimspielen sprechen eine deutliche Sprache. Doch der SCSV ist bereit, sich der Herausforderung zu stellen – mit Herz, Einsatz und klarer Kommunikation.

