Berlin. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat ein wissenschaftliches Gutachten zur zukünftigen Ausgestaltung des Generellen Sektoralen Produktivitätsfaktors (Xgen) in der Anreizregulierung von Strom- und Gasnetzen veröffentlicht. Erarbeitet wurde die Studie von Polynomics in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftswissenschaftlern Prof. Klaus Gugler und Prof. Mario Liebensteiner.
Zentrale Rolle des Xgen
Der Xgen legt fest, in welchem Umfang Produktivitätsfortschritte und Kostenentwicklungen in den Netzentgelten berücksichtigt werden. Eine sachgerechte Festlegung ist entscheidend: Zu niedrige Werte können Investitionsanreize mindern, zu hohe Werte zu übermäßigen Gewinnen führen.
Analyse und internationale Vergleiche
Das Gutachten untersucht die aktuellen Berechnungsmethoden der Bundesnetzagentur, zieht internationale Erfahrungen heran und bewertet deren Übertragbarkeit auf den deutschen Markt. Die Autoren sehen Reformbedarf und empfehlen eine transparente, datenbasierte Ermittlung, um Effizienz und Investitionsbereitschaft gleichermaßen zu fördern.
Konkrete Empfehlungen
Vorgeschlagen werden unter anderem verbesserte Datenquellen, klar definierte Berechnungsverfahren und eine stärkere Einbindung internationaler Vergleichswerte. Ziel ist eine zukunftsfähige Regulierung, die Netzbetreibern Planungssicherheit gibt und gleichzeitig Verbraucher vor unnötigen Kosten schützt.

