DIHK fordert echte Reformen statt Schönheitskorrekturen – Kritik an Koalitionsbeschlüssen

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Berlin. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ergebnisse des jüngsten Koalitionsausschusses als unzureichend kritisiert. Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov fordert konkrete Entlastungen für die Wirtschaft – und warnt vor weiter sinkender Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

„Die Wirtschaft braucht keine Schönheitsreparaturen, sondern eine Grundsanierung“, betonte Melnikov am Donnerstag. Maßnahmen wie eine Steuerentlastung erst ab 2028, die Strompreisförderung nur für einzelne Branchen und eine abgeschwächte Umsetzung des Lieferkettengesetzes seien keine ausreichenden Antworten auf die strukturelle Krise am Standort Deutschland.

Der DIHK fordert unter anderem eine dauerhafte Senkung der Abgabenlast und Energiepreise für alle Unternehmen, eine Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie einen Bürokratieabbau auf allen staatlichen Ebenen.

„Nur mit spürbaren Verbesserungen lässt sich ein Stimmungswechsel erreichen“, so Melnikov. Die Wirtschaft erwarte im Herbst klare Entscheidungen und Verlässlichkeit.

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