VDI-Präsident Eckstein fordert Technologieoffenheit bei Antriebsarten für Mobilität der Zukunft

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Im Emsland und der Grafschaft Bentheim rückt die Debatte um die Zukunft der Mobilität in den Fokus. VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein betont die Bedeutung von Technologieoffenheit bei den Antriebsarten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Klimawandel zu bekämpfen.

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bewertet den 10-Punkte-Plan des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zur Stärkung der Automobilindustrie differenziert. Eckstein sieht hierin wichtige Impulse, warnt aber auch vor möglichen Bremsen bei der E-Mobilität.

„Wir müssen trotz internationalen Wettbewerbsdrucks Standortfaktoren wie Energiekosten, Bürokratie und Datenschutz verbessern, um mit großen Datenmengen für KI-Anwendungen wettbewerbsfähig zu bleiben,“ sagt Eckstein. Er fordert eine technologische Neutralität und die Nutzung unterschiedlicher Antriebsarten abhängig von den Einsatzszenarien.

Die Elektromaschine sei ideal für Pkw, wobei Mischformen wie Plug-In-Hybride und Elektrofahrzeuge mit Range-Extendern eine sinnvolle Ergänzung bieten. Eckstein sagt, die Vielfalt an nachhaltigen Antrieben könne die Kaufzurückhaltung überwinden und so den Klimaschutz schneller voranbringen.

„Eine gemischte Flotte aus Batterie-elektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden, Range-Extendern und Brennstoffzellenfahrzeugen sollte 80 bis 90 Prozent der Fahrleistung elektrisch abwickeln. Die verbleibenden 10 bis 20 Prozent sollten klimaneutral mit Syn- und Biokraftstoffen betrieben werden,“ erläutert Eckstein.

Eine VDI-Studie zeigt, dass mehr als zwei Drittel der Mitglieder batterieelektrische Fahrzeuge als wichtigste Antriebsart langfristig sehen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird als wichtigste Maßnahme zur Steigerung der Bereitschaft für Elektrofahrzeuge bewertet. Die Forderung Söders nach einem Ausbau der Ladeinfrastruktur, auch für Busse, wird als positiv gesehen.

Förderung von Forschung und Innovation in Zukunftstechnologien wie dem autonomen Fahren müsse Deutschland intensiv betreiben, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, so der VDI-Präsident.

Weitere Informationen zur VDI-Initiative und deren Studie finden Interessierte auf vdi.de und auf der Initiative Zukunft Deutschland 2050.

Quelle: VDI e.V.

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