HALLE (SAALE). Am 13. September 1925 wurde in Halle Handballgeschichte geschrieben: Im Stadion am Zoo fand vor exakt 100 Jahren das erste offizielle Feldhandball-Länderspiel einer deutschen Männer-Nationalmannschaft statt. Die Partie gegen Österreich ging mit 3:6 verloren – doch der Tag markiert die Geburtsstunde des internationalen Handballs.
Anlässlich dieses Jubiläums ehrte der Deutsche Handballbund (DHB) den historischen Ort nun mit einer besonderen Auszeichnung: dem „Historischen Handball des DHB“. Die künstlerisch gestaltete Wandplastik wurde am Freitag im Eingangsbereich des Stadions feierlich enthüllt. Mit ihr will der DHB besondere Orte des Handballs in Deutschland sichtbar machen und deren Bedeutung dauerhaft würdigen.
„Dieses erste Spiel ist nicht nur für den DHB, sondern auch für die Stadt Halle ein sporthistorisches Ereignis“, betonte Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle. Gemeinsam mit DHB-Präsident Andreas Michelmann enthüllte sie die Ehrentafel im Beisein zahlreicher Vertreter aus Sport, Politik und Historie.
Der Handballhistoriker Prof. Dr. Detlef Kuhlmann erinnerte im Rahmen der Feierstunde an die Umstände des Spiels vor 100 Jahren – darunter die Besonderheit, dass der Schiedsrichter damals von den österreichischen Gästen aus drei Vorschlägen ausgewählt wurde.
Nach dem Auftakt im Oktober 2024 in Mülheim an der Ruhr ist Halle an der Saale nun der zweite Ort, dem diese DHB-Auszeichnung zuteilwird. Die Aktion soll langfristig Orte mit herausragender Bedeutung für die Geschichte des Handballs in Deutschland ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Quelle: Deutscher Handballbund

