DIHK fordert Kurswechsel bei der Energiewende – „Mehr Markt, weniger politische Planung“

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BERLIN/REGION. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht dringenden Reformbedarf in der Energiepolitik. Anlässlich des aktuellen Energiewende-Monitorings des Bundeswirtschaftsministeriums fordert DIHK-Präsident Peter Adrian ein Umdenken: Der Staat solle weniger steuern, stattdessen müssten Marktmechanismen stärker zum Tragen kommen.

„Die Zukunft lässt sich nicht per politischer Planung gestalten“, erklärt Adrian. Er verweist auf Unsicherheiten bei Strombedarf, Technologieentwicklung und Wasserstoffnutzung. Statt eines überdimensionierten Ausbaus der Erneuerbaren und der Netzinfrastruktur plädiert die DIHK für mehr Kosteneffizienz und eine stärkere Orientierung an Marktsignalen.

Positiv bewertet Adrian, dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf systemdienlichen Ausbau und Wasserstoff setzt. Kritisch sieht er jedoch den Vorschlag eines staatlich finanzierten Kapazitätsmarktes für Gaskraftwerke. Besser sei es, Stromversorger gesetzlich zu verpflichten, ihre Lieferungen abzusichern – so würden Innovationen angeregt und die Versorgungssicherheit marktgesteuert sichergestellt.

Besonders deutlich äußert sich die DIHK zur langfristigen Finanzierung: Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie könnten die derzeitigen Pläne der Energiewendepolitik Kosten von bis zu 5,4 Billionen Euro bis 2050 verursachen. Adrian fordert daher tiefgreifende strukturelle Änderungen: „Die Energiewende muss flexibler, kosteneffizienter und internationaler werden.“

Die DIHK schlägt unter anderem eine übergreifende Netzplanung, einen effizienteren Energiemix und Bürokratieabbau vor. Ziel sei eine klimaneutrale Zukunft, die gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig bleibt.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)

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