Meppen. Das Emsland Archäologie Museum hat seit September mit Lisa Schadow eine neue Leitung. Nach dem plötzlichen Tod von Silke Surberg-Röhr wurde die Position zeitnah neu besetzt. Nun begrüßten Landrat Marc-André Burgdorf und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp Schadow offiziell im Meppener Kreishaus.
Das Museum ist eines von vier Emslandmuseen und erforscht die Geschichte der Region. Es befindet sich an der Koppelschleuse und bildet mit dem Stadtmuseum Meppen sowie weiteren Partnern das Kulturnetzwerk Koppelschleuse. „Durch diese Konstellation entstehen besondere interdisziplinäre Ansätze in der Museumspädagogik, Synergien und Potentiale“, sagt Lisa Schadow.
Emsland Archäologie Museum mit besonderem Profil
Das Emsland Archäologie Museum wurde 1996 als Ausstellungszentrum für die Archäologie des Emslandes gegründet. 2020 erweiterte ein Neubau die Fläche deutlich und brachte das Stadtmuseum und das Archäologie Museum unter einem Dach zusammen. Innerhalb des vom Landkreis Emsland 1994 initiierten dezentralen Museumskonzepts trägt jedes der vier Museen zur wissenschaftlichen Aufbereitung der regionalen Kulturgeschichte bei. „Jedes Haus hat seinen eigenen thematischen Ansatz“, betont Landrat Burgdorf.
Neben dem Meppener Standort gehören das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel, das Emsland Moormuseum in Geeste und das Museum in Lingen zum Verbund. Ziel ist es, Geschichte wissenschaftlich fundiert und zugleich ansprechend für ein breites Publikum darzustellen.
Neue Impulse durch Lisa Schadow
Lisa Schadow bringt ein fundiertes Studium der Klassischen Archäologie und Alten Geschichte aus Köln mit, ergänzt durch vielfältige praktische Erfahrungen. In der Grafschaft Bentheim und Italien war sie an Grabungs- und Forschungsprojekten beteiligt. Zuletzt wirkte sie am Rheinischen Landesmuseum Trier an der Landesausstellung „Marc Aurel“ mit und vertiefte dort ihre Kompetenzen in Ausstellungskonzeption, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit.
Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Frage, wie Museen im digitalen Zeitalter barrierefrei, inklusiv und zukunftsfähig gestaltet werden können. „Mein besonderes Interesse gilt der Frage, wie Museen im digitalen Zeitalter zugänglich, inklusiv und zukunftsfähig gestaltet werden können“, so Schadow. Ihr Blick auf moderne Museumsarbeit ist geprägt durch Erfahrungen im Forschungsdatenmanagement und ehrenamtliches Engagement mit Menschen mit Behinderung.
Einblick in Geschichte und moderne Vermittlung
Das Emsland Archäologie Museum verknüpft die historische Aufarbeitung mit modernen Vermittlungsformen. Mit der neuen Leitung durch Lisa Schadow dürften digitale Zugänge, inklusive Konzepte und interdisziplinäre Bildungsangebote noch stärker in den Fokus rücken.
Weitere Informationen zum Museum sowie die aktuellen Öffnungszeiten sind auf der offiziellen Website zu finden (www.archaeologie-emsland.de).
Quelle: Landkreis Emsland. Foto: Landkreis Emsland

